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Website erstellen lassen: Was kostet das wirklich? (2026)

Steven Weißheimer10. Juni 20268 Min. Lesezeit
Website erstellen lassen: Was kostet das wirklich? (2026)

Was kostet eine professionelle Website 2026? Preise für WordPress, Individuallösung & mehr – mit konkreten Beispielen und ehrlicher Kostenübersicht.

Website erstellen lassen: Was kostet das wirklich? (2026)

Eine neue Website steht auf der Agenda – doch kaum stellt man die erste Anfrage bei einer Agentur, landet man vor einem Angebotsdschungel: 800 Euro hier, 25.000 Euro dort. Was steckt hinter diesen Unterschieden? Und was sollte eine professionelle Website wirklich kosten, wenn Sie sie erstellen lassen?

Dieser Artikel gibt Ihnen eine ehrliche, vollständige Kostenübersicht – aufgeschlüsselt nach Website-Typ, Umfang und Anbieter. Mit konkreten Zahlen, einem Praxisbeispiel und allem, was Sie brauchen, um ein Angebot wirklich beurteilen zu können.


Was die Kosten einer Website bestimmt

Bevor wir in die Zahlen einsteigen: „Eine Website" ist so unspezifisch wie „ein Auto". Ein Kleinstwagen und ein Transporter kosten unterschiedlich viel – aus gutem Grund. Genauso verhält es sich bei Webprojekten.

Die wichtigsten Kostentreiber im Überblick:

  • Umfang und Seitenanzahl – Visitenkarte (5 Seiten) oder Unternehmensauftritt mit 30+ Unterseiten?
  • Design-Aufwand – Standard-Template vs. individuelles UI/UX-Design
  • TechnologieWordPress vs. Next.js vs. individuelle Entwicklung
  • Funktionen – Kontaktformular, Buchungssystem, Login-Bereich, Mehrsprachigkeit, E-Commerce
  • Content – Schreibt der Auftraggeber Texte selbst, oder gehört Copywriting zum Paket?
  • SEO-Grundlage – Wird technisches SEO (Core Web Vitals, strukturierte Daten) mitgeliefert?
  • Wartung & Hosting – Einmalig oder mit laufendem Betreuungsvertrag?
  • Anbietertyp – Freelancer, Agentur oder Systemhaus mit Entwicklungskompetenz

Die drei häufigsten Website-Typen und ihre Kosten

1. Die Visitenkarten-Website (Brochure Site)

Für wen: Handwerker, Ärzte, lokale Dienstleister, Berater – alle, die online präsent sein möchten, ohne komplexe Funktionen zu benötigen.

Typischer Umfang: Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt – ca. 4–8 Seiten

Kosten:

AnbietertypEinmalige EntwicklungMonatliche Wartung
Baukastensystem (selbst, z. B. Wix)0–30 €/Monatim Abo enthalten
Freelancer800–2.500 €30–80 €/Monat
Kleine Agentur / Systemhaus2.000–5.000 €50–150 €/Monat
Vollservice (Design + Text + SEO)4.000–8.000 €100–250 €/Monat

Wichtig: Ein Baukastensystem wie Wix oder Squarespace ist günstig, aber nicht für jedes Unternehmen geeignet. Wer wächst, stößt schnell an technische Grenzen – bei Performance, SEO und Erweiterbarkeit.


2. Die professionelle Unternehmenswebsite

Für wen: KMU, die eine glaubwürdige Online-Präsenz aufbauen, Leads generieren und bei Google gefunden werden möchten.

Typischer Umfang: 10–30 Seiten, individuelles Design, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Kontaktformulare, evtl. Blog oder News-Bereich

Kosten:

LeistungspaketPreisspanne
WordPress mit Premium-Theme3.000–8.000 €
WordPress mit individuellem Design6.000–15.000 €
Next.js / React – individuelle Entwicklung10.000–25.000 €
Vollservice inkl. Content & SEO-Setup12.000–30.000 €

Die Preisspanne ist groß – und das zurecht. Ein WordPress-Projekt mit Standardtheme erfordert deutlich weniger Entwicklungszeit als eine maßgeschneiderte Next.js-Anwendung mit eigenem Design, CMS-Integration und technischem SEO-Fundament.


3. Websites mit Sonderfunktionen

Sobald Ihre Website mehr können soll als nur informieren, steigen Komplexität und Kosten entsprechend.

Typische Zusatzfunktionen und Aufpreise:


Einmalige Kosten vs. laufende Kosten – ein oft unterschätzter Faktor

Viele KMU konzentrieren sich beim Vergleich auf den Projektpreis – und vergessen die Folgekosten. Dabei sind diese oft genauso relevant.

Typische laufende Kosten einer Website

Faustformel: Planen Sie für eine professionelle Unternehmenswebsite jährliche Betriebskosten von 1.200–5.000 €, abhängig von Hosting-Tier, Wartungsumfang und optionalen Marketingmaßnahmen.


Praxisbeispiel: Unternehmenswebsite für ein KMU

Ein konkretes Beispiel aus unserer Projektpraxis: Ein mittelständischer Dienstleister aus der Region Berlin/Brandenburg benötigte einen neuen Webauftritt. Die Anforderungen:

  • Modernes, responsives Design (Mobile First)
  • Ca. 15 Unterseiten inkl. Leistungsübersicht, Team und Blog
  • Kontaktformular mit CRM-Anbindung
  • Technisches SEO-Setup (Ladezeit, Core Web Vitals, strukturierte Daten)
  • DSGVO-konforme Cookie-Lösung
  • Übergabe ins selbstverwaltbare CMS

Projektumfang und Kosten im Überblick:

LeistungsbestandteilAufwandKosten (ca.)
Konzept & Wireframing8 h960 €
UI/UX-Design (Figma)20 h2.400 €
Frontend-Entwicklung (Next.js)35 h4.200 €
CMS-Integration & Backend15 h1.800 €
SEO-Grundoptimierung8 h960 €
DSGVO & technische Konfiguration5 h600 €
Testing & Launch4 h480 €
Gesamt95 h~11.400 €

Laufende Kosten: Hosting + Wartungsvertrag ca. 120 €/Monat.

Das Projekt ist repräsentativ für solide Mittelstandswebsites mit individuellem Design und technisch sauberem Fundament – kein Luxusprojekt, aber auch kein Discount-Angebot.


Wann lohnt sich WordPress – und wann nicht?

WordPress ist nach wie vor das meistgenutzte CMS der Welt – und das aus gutem Grund. Es bietet eine gute Balance aus Flexibilität, Pflegbarkeit und Entwicklungsökosystem.

WordPress empfiehlt sich, wenn:

  • Sie Inhalte selbst pflegen möchten (ohne Programmierkenntnisse)
  • Ihr Budget 4.000–12.000 € beträgt
  • Sie ein etabliertes Plugin-Ökosystem nutzen möchten

Individuelle Entwicklung lohnt sich, wenn:

  • Die Performance-Anforderungen sehr hoch sind (z. B. Next.js mit Server-Side Rendering)
  • Sie komplexe Eigenentwicklungen oder API-Anbindungen benötigen
  • Sie auf lange Sicht mehr Kontrolle und weniger Abhängigkeit von Plugins wünschen

Den detaillierten Vergleich finden Sie in: Next.js vs. WordPress: Was ist besser für Ihre Unternehmenswebsite?


Worauf Sie beim Angebot achten sollten

Nicht jedes günstige Angebot ist schlecht – und nicht jedes teure ist gut. Achten Sie beim Vergleich auf folgende Punkte:

Checkliste: Was ein seriöses Angebot enthält

  • Detaillierte Leistungsbeschreibung (nicht nur „Website mit 5 Seiten")
  • Klare Angabe der Technologie (WordPress, individuell, etc.)
  • Informationen zur Wartung und Update-Strategie nach Launch
  • Auskunft über Hosting und Server-Standort (DSGVO-relevant)
  • Referenzen oder Portfolioprojekte
  • Regelung zur Rechteübertragung des Codes und Designs
  • Transparent ausgewiesene Stundensätze oder Pauschalpreise
  • Angaben zur Barrierefreiheit (BFSG/WCAG gilt ab 28.06.2025 für neue Websites)
  • Übergabe ins selbst pflegbare CMS mit Einweisung
  • Klares Briefing-Verfahren und Projektstruktur

Red Flag: Angebote ohne Leistungsbeschreibung, ohne Technologieangabe oder mit „fertig in 3 Tagen für 299 €" – hier fehlt es entweder an Qualität, Nachhaltigkeit oder beidem.


Warum der günstigste Anbieter oft der teuerste ist

Ein häufiger Fehler: KMU beauftragen den günstigsten Anbieter – und müssen die Website kurze Zeit später neu erstellen lassen, weil sie langsam, unsicher, nicht wartbar oder schlicht nicht auffindbar ist.

Die versteckten Kosten einer schlechten Website:

  • Schlechte Ladezeit → Besucher springen ab, Google rankt schlechter (Core Web Vitals beachten)
  • Keine SEO-Grundlage → Die Website wird nicht gefunden
  • Kein Wartungskonzept → Sicherheitslücken, Plugin-Konflikte, Datenverlust
  • Kein Self-Service im CMS → Jede Textänderung kostet Geld
  • Schlechte Mobile-Darstellung → Über 60 % der Nutzer surfen mobil

Eine Website, die nie gepflegt wird, verliert schnell an Wert – technisch wie inhaltlich.

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Freelancer, Agentur oder IT-Systemhaus – was passt zu Ihrem Unternehmen?

KriteriumFreelancerAgenturIT-Systemhaus
PreisGünstig bis mittelMittel bis hochMittel bis hoch
BeratungstiefeGering bis mittelMittel bis hochHoch
GanzheitlichkeitMeist nur WebsiteWebsite + MarketingWebsite + IT + Infrastruktur
VerlässlichkeitPersonenabhängigProzessabhängigHoch (Team-Redundanz)
Wartung & SupportOft ad-hocMeist möglichSystematisch
EmpfehlungKleine ProjekteMarketing-FokusTechnisch anspruchsvolle Projekte

Für KMU, die neben der Website auch IT-Infrastruktur, Sicherheit und Digitalisierung im Blick haben, kann ein IT-Dienstleister mit Webkompetenz sinnvoller sein als eine reine Web-Agentur. Mehr dazu: Was ist ein IT-Systemhaus — und wann brauche ich eines?


Wann brauche ich eigentlich keine neue Website?

Ehrlichkeit ist wichtig: Eine neue Website ist nicht immer die Lösung.

Sie brauchen möglicherweise keine neue Website, wenn:

  • Ihre bestehende Website technisch solide ist und nur besser gepflegt/optimiert werden muss
  • Das eigentliche Problem bei Ihrer Google-Sichtbarkeit liegt – hier hilft SEO schneller und günstiger
  • Sie primär über Empfehlungen oder lokale Netzwerke akquirieren und kein digitaler Kanal strategisch geplant ist

In diesen Fällen kann ein SEO-Quick-Check oder eine Landing Page vs. Website-Analyse sinnvoller sein als ein komplettes Neuprojekt.

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Fazit: Was kostet eine Website wirklich – und was sollten Sie investieren?

Zusammenfassung in einer Übersicht:

Website-TypEinmalkostenLaufende Kosten/Jahr
Visitenkarte (Freelancer)800–3.000 €600–1.500 €
Professionelle KMU-Website5.000–15.000 €1.200–3.600 €
Individuelle Lösung / Sonderfunktionen15.000–40.000 €2.400–6.000 €

Eine Website ist keine einmalige Ausgabe – sie ist eine Investition in Ihre digitale Infrastruktur. Wer das richtig angeht, hat viele Jahre Freude daran und generiert messbar Leads und Sichtbarkeit.

Was Sie als nächstes tun können:

  • Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Website (Technik, SEO, Conversion)
  • Anforderungen konkret definieren: Was soll die neue Website leisten?
  • Mindestens 3 Angebote einholen – und mit der Checkliste oben vergleichen
  • Auf Wartung und Betrieb genauso achten wie auf den Projektpreis

Wenn Sie unsicher sind, wo Ihre Website heute steht oder was ein Neuprojekt für Sie bedeuten würde – wir beraten Sie gerne, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.

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