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Wie MobiKart in 30 Tagen vom Telefonchaos zu 80 % Online-Buchungen, ~90 % Auslastung und 20 % mehr Umsatz kam

Vom manuellen Telefon-/Outlook-Prozess zur systemisch gesteuerten Buchung, Zahlung und Auslastung – Anrufe von über 1.000 auf 70 im Monat, No-Shows nahezu eliminiert, Liquidität vorab gesichert. Bereits im ersten Monat nach dem Go-live stieg der Gesamtumsatz gegenüber dem Vormonat um 20 %.

MobiKart Funracing GmbH

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MobiKart Funracing GmbH

Wie MobiKart in 30 Tagen vom Telefonchaos zu 80 % Online-Buchungen, ~90 % Auslastung und 20 % mehr Umsatz kam

Ergebnisse auf einen Blick

+20 %

Gesamtumsatz im ersten Monat nach Go-live (ggü. Vormonat)

80 %

Buchungen laufen online (vorher: telefonisch)

~90 %

Auslastung beider Bahnen (vorher ~50 %)

~0 %

No-Shows (vorher ~30 %)

100 %

Buchungen vorab gesichert (70 % Voll-, 30 % Anzahlung)

70

Anrufe/Monat statt über 1.000

~5

Klicks auf „Anrufen“/Tag (vorher bis 100)

~99 %

Kundenkommunikation automatisiert

MobiKart ist ein maßgeschneidertes End-to-End-Buchungssystem, das SW Business Solutions für die Kartbahn der Mobikart Funracing GmbH in Berlin entwickelt hat. Von der NestJS-REST-API über ein vollwertiges POS-Kassensystem bis hin zur öffentlichen Buchungswebsite wurde das gesamte System von Grund auf gebaut und in Produktion gebracht.

1.Ausgangssituation

Die Mobikart Funracing GmbH betreibt in Berlin eine Indoor-Kartbahn mit zwei Bahnen. Buchungen wurden bislang zu rund 90 % telefonisch und zu 10 % per E-Mail angenommen und anschließend manuell in einem Outlook-Kalender verwaltet.

Die konkrete Ausgangslage:

  • über 1.000 Anrufe pro Monat, die das Team am Tresen binden
  • keine strukturierten Buchungsmasken, keine feste Prozesslogik
  • als Zahlung nur Vorkasse-Überweisung; Zahlungseingänge mussten manuell der jeweiligen Buchung zugeordnet werden
  • Gutscheine auf Papier (Name, Betrag, Stempel)
  • No-Show-Quote von rund 30 %
  • Auslastung der beiden Bahnen bei nur rund 50 %

2.Herausforderung

Der manuelle Prozess kostete Umsatz und Kontrolle:

  • Jede Buchung durchlief getrennte Schritte (Telefon → Outlook → separate Zahlungsprüfung) – doppelte Arbeit und fehlende Übersicht.
  • Weil verbindliche Vorauszahlungen fehlten, fielen rund 30 % der Termine als No-Shows aus.
  • Freie Randzeiten wurden nicht aktiv verkauft; Buchungen zu Randzeiten scheiterten schon daran, dass telefonisch niemand erreichbar war.
  • Das Team improvisierte am Tresen, statt Nachfrage, Preise und Zahlung steuern zu können.

Technisch lag die Schwierigkeit darin, gleichzeitige Buchungen ohne Overbooking zu koordinieren, die Kasse fiskalkonform (TSE/KassenSichV) zu betreiben und Vor-Ort-Check-ins verlässlich abzubilden – ohne die Bedienung für Kunden zu verkomplizieren.

3.Anforderungen

Ziel war ein zusammenhängendes System, das Nachfrage erzeugt, verbindlich in bezahlte Buchungen umwandelt und die Verwaltung automatisiert:

  • 24/7-Online-Buchung mit Echtzeit-Verfügbarkeit (ohne Overbooking)
  • verbindliche Zahlung vorab (Voll- oder Anzahlung) mit automatischem Abgleich
  • automatisierte Kundenkommunikation (Bestätigungen, Erinnerungen, Restzahlung)
  • aktive Auslastungssteuerung über Preis- und Rabattlogik
  • eine zentrale Kasse als einziges System of Record (inkl. Gutscheine)

4.Unsere Lösung

Wir haben die bisher getrennten Buchungs-, Zahlungs- und Kommunikationsprozesse in einer zentralen Plattform zusammengeführt und um aktive Steuerung ergänzt:

  • Kanalverschiebung – Ein Online-Flow (Slotübersicht mit Restplatzanzeige, Extras wie Sturmhaube, Pflichtangaben, Checkout) verlagert die Nachfrage ins Web und auf Google; Sonderfälle übernimmt eine KI-Telefonannahme, den Rest ein/e Mitarbeiter/in.
  • Verbindliche Zahlung – Checkout über Stripe (inkl. Apple/Google Pay, Klarna) und PayPal, Überweisung nur bei mehr als 7 Tagen Vorlauf; 70 % Vollzahlung, 30 % Anzahlung (max. 50 %). Ein automatischer Abgleich markiert eingehende Überweisungen bei der passenden Buchung als (an)bezahlt; Restzahlung ist vor Ort möglich.
  • Automatisierte Kommunikation – E-Mail/SMS/WhatsApp bei Bestellung, Zahlungseingang und Bestätigung, automatische Rechnung, Erinnerungen 7/3/1 Tage vor dem Termin. Extrawünsche im Notizfeld eröffnen automatisch ein Ticket. Rund 99 % der Kommunikation läuft automatisch.
  • Auslastungssteuerung – Dynamische Preise (Feiertagsaufschlag, Happy Hour, Frühbucher) und eine Slotbörse, die freie Plätze kurz vor Start zunehmend rabattiert, monetarisieren Randzeiten gezielt.
  • Zentrale Kasse & Gutscheine – Eine integrierte Kasse ersetzt die Altsoftware: Buchungen, Vor-Ort-Verkauf (Snacks) und Gutscheine laufen über einen Bildschirm. Gutscheine gibt es als Kassenbon oder PVC-Rubbelkarte und sind online, telefonisch und vor Ort einheitlich einlösbar.

5.Umsetzung

In rund 30 Tagen bis zum Livegang umgesetzt, anschließend im Betatest feinjustiert. Technische Basis: ein modulares NestJS-Backend mit Echtzeit-Hold-System (verhindert Overbooking bei gleichzeitigen Buchungen), TSE-/KassenSichV-Anbindung an der Kasse und QR-Code-Check-in an der Bahn. Öffentliche Buchungswebsite und Admin-Dashboard teilen dieselbe Datenbasis – jede/r Mitarbeiter/in an Kasse und Bahn sieht Zahlungsstatus, Extras und Anlass (z. B. Geburtstag, Firmenevent) zentral.

6.Ergebnis

Vorher / Nachher (innerhalb von 30 Tagen nach Umstellung)

KennzahlVorherNachher
Buchungskanäle~90 % Telefon, ~10 % E-Mail80 % Online, 10 % KI-Telefon, 10 % manuell
Anrufe pro Monatüber 1.000~70
Klicks auf „Anrufen“ (Website/Google)bis zu 100/Tagrund 5/Tag
Auslastung beider Bahnen~50 %~90 %
GesamtumsatzVormonat+20 % im ersten Monat nach Go-live
No-Show-Quote~30 %nahezu 0 %
Zahlungnachträglich, nur Überweisung, manuell geprüftvorab gesichert: 70 % Voll-/30 % Anzahlung · ~95 % Sofortzahlung · autom. Abgleich
Kundenkommunikationmanuell~99 % automatisiert

Schon am ersten Tag nach Livegang gingen 20 Onlinebuchungen ein, Tendenz steigend. In Google Analytics fielen die Klicks auf den Anruf-Button (Website und Google My Business) von bis zu 100 pro Tag auf rund 5 pro Tag – die Nachfrage hat sich messbar vom Telefon ins buchbare Online-System verlagert.

Wirtschaftliche Bedeutung

Bereits im ersten Monat nach dem Go-live stieg der Gesamtumsatz gegenüber dem Vormonat um 20 %. Die Umsatzentwicklung steht dabei nicht isoliert: Im selben Zeitraum stieg die Auslastung von rund 50 % auf rund 90 %, während die No-Show-Quote von rund 30 % auf nahezu 0 % fiel. Zusammen zeichnen diese Kennzahlen ein konsistentes Bild aus höherer Belegung und besser abgesichertem Umsatz.

Der Betrieb steuert Nachfrage, Preise und Zahlung heute systemisch, statt am Tresen zu improvisieren. Die Liquidität ist vor dem Termin gesichert, weil jede Buchung voll- oder angezahlt ist – hohe Anzahlungen lassen No-Shows praktisch verschwinden. Das Team ist von über 900 Anrufen im Monat und der manuellen Zahlungskontrolle entlastet. Die Auslastung beider Bahnen stieg von rund 50 % auf rund 90 %; dazu trugen laut Betreiber vor allem die rund um die Uhr mögliche Online-Buchung (Kunden buchen jetzt auch zu Randzeiten, die telefonisch nie erreichbar waren) und die nahezu ausgebliebenen No-Shows bei. Die große Bahn ist inzwischen nahezu durchgehend ausgebucht; dass nicht 100 % erreicht werden, liegt an der zweiten Bahn, die nur einem bestimmten Kundenkreis offensteht.

Zugehörige Projekte

Kundenstimme

Früher haben wir Buchungen und Zahlungen am Telefon und in Outlook nachgehalten – heute läuft das meiste online und ist vorab bezahlt. Wir haben deutlich weniger Anrufe, kaum noch No-Shows und sehen alles zentral in einem System.

Diana Benjamin-Meichsner

Mobikart Funracing GmbH

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