← Zurück zum Blog
IT-Systemhaus

Was ist 3CX und für welche Unternehmen eignet sich die Telefonanlage?

Steven Weißheimer17. August 202612 Min. Lesezeit
Was ist 3CX und für welche Unternehmen eignet sich die Telefonanlage?

Die 3CX Telefonanlage verbindet Nebenstellen, Apps, Warteschlangen und Integrationen. Funktionen, Betriebsmodelle, Grenzen und geeignete Unternehmen.

Was ist 3CX und für welche Unternehmen eignet sich die Telefonanlage?

Ein Unternehmen möchte Bürotelefone, Homeoffice, Werkstatt und zwei Standorte unter gemeinsamen Rufnummern erreichen. Die alte Anlage kann Anrufe weiterleiten, kennt aber keine mobilen Apps, gemeinsamen Warteschlangen oder Verbindung zum CRM. Eine 3CX Telefonanlage kann diese Kommunikationswege zentral steuern. Ob sie wirklich passt, hängt jedoch von Betriebsmodell, gleichzeitigen Gesprächen, Endgeräten, Netzwerk und den benötigten Prozessen ab.

3CX ist eine softwarebasierte IP-Telefonanlage mit Funktionen für Sprachkommunikation, Rufgruppen, Warteschlangen, Apps, Webclient und Integrationen. Sie kann vom Hersteller gehostet, in einer unterstützten Private Cloud oder auf eigener Infrastruktur betrieben werden. Rufnummern und öffentliche Telefonverbindungen kommen über einen kompatiblen SIP-Trunk-Provider hinzu.

Die Plattform ersetzt damit eine klassische Hardware-Telefonanlage, aber nicht automatisch CRM, Ticketsystem oder Buchungssoftware. Ihre Stärke liegt in flexibler Rufsteuerung und offenen Integrationswegen. Für einen belastbaren Betrieb müssen die Verantwortungsgrenzen sauber geplant werden.

Die 3CX Telefonanlage ist das Steuerzentrum des Rufwegs

Ein eingehender Anruf erreicht zunächst die öffentliche Rufnummer beim Telefonieprovider. Der SIP-Trunk übergibt ihn an 3CX. Die Telefonanlage prüft anschließend Rufnummer, Ziel, Öffnungszeit und eingerichtete Regeln. Der Anruf landet beispielsweise bei einer Nebenstelle, Rufgruppe, Warteschlange, digitalen Rezeption, Mailbox oder einem externen Ziel.

3CX verwaltet dabei unter anderem:

  • Benutzer und Nebenstellen
  • öffentliche Rufnummern und Durchwahlen
  • ein- und ausgehende Rufregeln
  • Geschäfts-, Pausen- und Feiertagszeiten
  • Rufgruppen, Warteschlangen und Ansagen
  • IP-, DECT- und geeignete Router-Telefone
  • Web-, Desktop- und Smartphone-Nutzung
  • Kontakte, Präsenz und abhängig von der Konfiguration weitere Kommunikationskanäle
  • Berichte, Ereignisse und Integrationen

Die Telefonanlage entscheidet, wie ein Gespräch technisch behandelt wird. Ob daraus ein Angebot, eine Buchung oder ein Supportticket entsteht, bestimmt weiterhin der Geschäftsprozess. Der Grundlagenartikel Was ist moderne Unternehmenstelefonie? ordnet diese Ebenen ausführlich ein.

Rufgruppe, Warteschlange und digitale Rezeption lösen verschiedene Aufgaben

Eine Rufgruppe lässt mehrere Nebenstellen gleichzeitig oder nach einer festgelegten Reihenfolge klingeln. Das reicht für überschaubare Teams, wenn jedes Mitglied ähnliche Anfragen bearbeiten kann.

Eine Warteschlange hält Anrufer, wenn kein angemeldeter Mitarbeiter sofort frei ist. 3CX bietet unterschiedliche Verteilungsstrategien, Ziele für unbeantwortete Gespräche und abhängig von Edition und Konfiguration weitere Funktionen wie kompetenzbasierte Verteilung, Rückruf und Service-Level. Teamleitungen können Warteschlangen und Agentenstatus überwachen.

Eine digitale Rezeption beziehungsweise IVR spielt eine Ansage ab und verteilt anhand einer Tastenauswahl. Sie kann Verkauf und Service trennen oder außerhalb der Öffnungszeiten einen anderen Weg anbieten. Ein langes Menü ist dennoch keine gute Informationsarchitektur. Anrufer sollten nicht fünf Ebenen durchlaufen müssen, um ein menschliches Ziel zu erreichen.

Der Unterschied zwischen Telefonanlage, Contact Center und KI-Telefonassistent wird in einem eigenen Vergleich behandelt. Für die 3CX-Auswahl ist entscheidend, welche dieser Funktionen wirklich benötigt und organisatorisch betreut werden.

Mitarbeiter telefonieren über Gerät, App oder Browser

Eine Nebenstelle ist nicht mehr an ein einzelnes Tischtelefon gebunden. Mitarbeiter können je nach Einrichtung über unterstützte IP-Telefone, DECT, Desktop- oder Smartphone-App und Webclient arbeiten. Präsenzstatus und Rufweiterleitung helfen, unterschiedliche Arbeitsorte abzubilden.

Die passende Gerätewahl richtet sich nach dem Arbeitsplatz:

  • Im Büro kann ein Headset mit Desktop- oder Webclient genügen.
  • Am Empfang erleichtert ein Tischtelefon mit belegbaren Funktionstasten die Vermittlung.
  • In Werkstatt und Lager sind Reichweite, Robustheit und Bedienung mit Handschuhen wichtiger als Videofunktionen.
  • Auf größeren Flächen benötigt DECT möglicherweise mehrere Basisstationen mit geplantem Übergang zwischen Funkzellen.
  • Im Außendienst kann die Smartphone-App die geschäftliche Nebenstelle bereitstellen, ohne die private Mobilnummer als Kundennummer zu verwenden.

Die aktuelle 3CX-Dokumentation empfiehlt unterstützte Telefone, weil diese getestet und automatisch provisioniert werden können. Bei Cloud-Instanzen benötigen lokale IP-Telefone ein Router-Telefon oder einen 3CX Session Border Controller. Vorhandene ältere Geräte werden deshalb nicht allein anhand des SIP-Logos freigegeben.

Drei Betriebsmodelle stehen zur Auswahl

Hosted by 3CX

Der Hersteller betreibt Instanz und zugrunde liegendes System innerhalb seiner Hostingbedingungen. Laut aktueller Dokumentation gehören automatische Updates, tägliche Backups und Plattformüberwachung zum Angebot. Technischer Support für Konfiguration und Unternehmensprozess ist davon getrennt.

Dieses Modell passt zu Unternehmen, die keinen eigenen PBX-Server betreiben möchten und mit den vorgesehenen Hostingbedingungen auskommen. Unterstützter SIP-Trunk, 3CX-Domain und die Anforderungen für lokale Telefone müssen berücksichtigt werden.

Selbst gehostete Private Cloud

Die Instanz läuft im eigenen Konto bei einem von 3CX unterstützten Cloudanbieter. Das schafft mehr Kontrolle über Infrastruktur und Zugriff, verlagert aber Verantwortung an interne IT oder Dienstleister. Cloudkonto, Betriebssystem, Firewall, Backups, Monitoring und Kosten müssen aktiv verwaltet werden.

Lokaler Betrieb

3CX kann auf unterstützter eigener Infrastruktur im Unternehmen laufen. Dafür nennt der Hersteller unter anderem statische öffentliche IP, geeignete Firewall und Split DNS. Lokaler Betrieb kann bei besonderen Infrastruktur- oder Integrationsanforderungen sinnvoll sein, verlangt jedoch gesicherten Serverbetrieb, Updates und Wiederherstellungsplanung.

Der Vergleich Cloud-Telefonanlage oder klassische Telefonanlage behandelt diese Entscheidung einschließlich Ausfallwegen und Gesamtkosten.

Die Lizenz orientiert sich an gleichzeitigen Gesprächen

3CX berechnet dedizierte Systeme nach der Zahl gleichzeitig geführter Gespräche und der gewählten Edition, nicht schlicht nach jeder einzelnen Nebenstelle. Interne und externe Gespräche können dabei Kapazität beanspruchen. Die richtige Dimensionierung beginnt deshalb mit Lastfällen statt Mitarbeiterzahl.

Ein Unternehmen mit 80 Mitarbeitern benötigt nicht automatisch 80 gleichzeitige Gespräche. Relevant sind typische und maximale Parallelität, Warteschlangen, Konferenzen, ausgehende Kampagnen, mehrere Standorte und angebundene KI-Rufwege. Saisonale Spitzen können deutlich über dem Durchschnitt liegen.

Zu klein dimensionierte Kapazität kann neue Gespräche blockieren. Eine übergroße Lizenz erzeugt laufende Kosten ohne betrieblichen Nutzen. Für ein Angebot werden vorhandene Gesprächsdaten, Abteilungen und Wachstum geprüft. Editionen, Funktionsgrenzen und Preise ändern sich; verbindliche Angaben werden mit aktuellem Herstellerstand und Abrufdatum übernommen.

☁️Kostenlos

Cloud-Readiness-Assessment

Sind Sie bereit für die Cloud? Score + individuelle Cloud-Empfehlung.

  • Cloud-Readiness-Score 0–100
  • Fehlende Voraussetzungen
  • Empfohlene Cloud-Dienste
  • KI-Bericht per E-Mail
Schritt 1 von 310%

Wenige Fragen, persönlicher Bericht direkt per E-Mail.

Kostenlos · PDF-Bericht per E-Mail · Kein Spam

Für diese Unternehmen ist 3CX häufig geeignet

Teams mit mehreren Arbeitsorten

Büro, Homeoffice und mobile Mitarbeiter können über gemeinsame Nebenstellen und Apps arbeiten. Rufregeln und Präsenz müssen dennoch zur tatsächlichen Erreichbarkeit passen. Eine installierte App allein stellt keinen Vertretungsprozess her.

Unternehmen mit mehreren Standorten

Eine zentrale Instanz kann Rufnummern, Benutzer und Abteilungen gemeinsam verwalten. Standorte benötigen weiterhin geeignete Internetanbindung, lokales Netzwerk und gegebenenfalls SBC, Router-Telefon oder DECT-Infrastruktur.

Service- und Vertriebsteams mit Anrufspitzen

Rufgruppen, Warteschlangen, Rückrufoptionen und Berichte können ein höheres Anfragevolumen strukturieren. Die Funktionen sind besonders sinnvoll, wenn Teams Servicezeiten, Zuständigkeiten und Eskalationen verbindlich festlegen.

Betriebe mit Tischtelefonen und mobilen Endgeräten

3CX verbindet Softwareclients mit unterstützten IP- und DECT-Systemen. Dadurch eignet sich die Plattform für gemischte Umgebungen aus Büro, Empfang, Lager, Werkstatt und Außendienst.

Unternehmen mit CRM-, Ticket- oder Buchungsprozessen

3CX stellt Standardintegrationen, einen CRM Integration Wizard und abhängig von Lizenz und Einsatz weitere APIs bereit. Wenn die vorhandene Fachsoftware eine dokumentierte Schnittstelle besitzt, lassen sich Anrufereignisse mit Kunden- und Vorgangsdaten verbinden.

Wann 3CX nicht automatisch die beste Wahl ist

Ein sehr kleines Unternehmen mit wenigen Anrufen kann mit einem einfacheren Cloud-Telefoniedienst vollständig versorgt sein. Eine dedizierte 3CX-Instanz, eigene Administration und umfangreiche Ruflogik wären dann unnötig.

Auch vorhandene Sondertechnik kann die Auswahl begrenzen. Alte Türsprechstellen, Aufzugnotrufe, analoge Geräte oder nicht unterstützte Telefone benötigen Gateways, Ersatz oder einen getrennten Anschlussweg. Die Migration darf solche Geräte nicht übersehen.

Unternehmen, die eine vollständig verwaltete Lösung einschließlich Fachadministration und fest vereinbartem Support erwarten, müssen das Betriebsmodell genau prüfen. Hersteller-Hosting, Partnerbetrieb und laufende Betreuung sind getrennte Leistungen.

Schließlich ersetzt 3CX keine branchenspezifische Unternehmenssoftware. Wenn die eigentliche Anforderung eine komplexe Disposition, Buchung oder Auftragsverwaltung ist, bleibt die PBX ein Baustein. Die fachliche Plattform muss separat gewählt oder entwickelt werden.

easybell kann Rufnummern und SIP-Trunk bereitstellen

3CX benötigt für öffentliche Telefonie einen geeigneten SIP-Trunk. easybell ist ein möglicher Anbieter für Rufnummern und Sprachkanäle. easybell dokumentiert die Konfiguration seiner SIP-Trunks in 3CX ab Version 20.

Vor der Einrichtung werden Rufnummernplan, Portierung, Zahl gleichzeitiger Sprachkanäle, ausgehende Nummernanzeige und Erreichbarkeit während der Umstellung geklärt. Ein erfolgreich registrierter Trunk genügt nicht als Abnahme. Ein- und ausgehende Gespräche, Durchwahlen, Besetztfall, Notrouting und verschiedene Endgeräte werden mit realen Testfällen geprüft.

Andere kompatible Provider können dieselbe Rolle übernehmen. SW Business Solutions richtet die Architektur nach Bestand, Rufnummern, Vertragslage und Supportanforderung aus.

Fonio ergänzt 3CX bei ausgewählten KI-Anrufen

Eine Fonio Telefon-KI kann außerhalb der Öffnungszeiten, als definierter Überlauf oder für bestimmte Anrufarten eingebunden werden. 3CX steuert den Rufweg zu Fonio und zurück zu menschlichen Zielen. Fonio führt das freigegebene Gespräch und kann abhängig von Konfiguration Daten erfassen oder Schnittstellen aufrufen.

Der Assistent ersetzt nicht sämtliche Nebenstellen und Warteschlangen. Er braucht klare Grenzen, menschliche Übergaben und einen Fehlerweg. Wenn keine Live-Weiterleitung möglich ist, sollte beispielsweise eine Rückrufaufgabe entstehen. Bei einer nicht erreichbaren Buchungs-API darf keine bestätigte Reservierung behauptet werden.

CRM-Integration beginnt mit dem einfachsten passenden Weg

3CX unterstützt verschiedene CRM-Systeme direkt. Der CRM Integration Wizard kann REST-basierte CRM-, Helpdesk- und Ticketsysteme unter anderem für Kontaktsuche und Gesprächsprotokollierung anbinden. Wenn Datenmodell und gewünschte Aktion dazu passen, ist dieser Standardweg meist wirtschaftlicher als eine eigene Plattform.

Benötigt ein Unternehmen jedoch zusätzliche Zusammenhänge – etwa Fahrzeug, Maschine, Buchungspaket oder Objekt – kann SW Business Solutions eine individuelle API-Anbindung entwickeln. Die Telefonanlage bleibt für Gespräche zuständig; das Fachsystem bleibt führend für den Vorgang.

Die aktuelle 3CX Call Control API ermöglicht abhängig von Lizenz und Konfiguration programmatische Anrufsteuerung und Echtzeitereignisse. Damit können spezielle Dashboards, Click-to-Call, Ereignisverarbeitung oder kundenspezifische Übergaben entstehen.

Der Artikel Wann lohnt sich eine individuelle Telefonieplattform? zeigt, wann Standardkonnektor, Middleware oder eigene Bedienoberfläche die passende Ausbaustufe ist.

Ein Beispiel für das Zusammenspiel der Komponenten

Ein Freizeitbetrieb erhält Anfragen zu Öffnungszeiten, Gruppenbuchungen und bestehenden Reservierungen. Die Architektur kann folgendermaßen arbeiten:

  1. easybell stellt Rufnummer und SIP-Trunk bereit.
  2. 3CX verteilt Anrufe nach Öffnungszeit und Anliegen an Empfang, Warteschlange oder Fonio.
  3. Fonio nimmt geeignete Gruppenanfragen strukturiert auf.
  4. Eine individuelle Plattform prüft Buchungsdaten und erzeugt den passenden Vorgang.
  5. Mitarbeiter sehen Rückrufe, Buchungsstatus und Fehlerfälle in einer gemeinsamen Oberfläche.

Im Projekt MobiKart Telefon-KI – Mehrsprachiger Buchungsservice verbindet SW Business Solutions telefonische Buchungsannahme und nachgelagerten Zahlungslink. Die konkrete Umsetzung ist auf den Betrieb zugeschnitten; 3CX kann in vergleichbaren Architekturen die menschliche Unternehmenstelefonie und das Routing bereitstellen.

Netzwerkqualität bestimmt die Gesprächsqualität

Eine IP-Telefonanlage ist auf funktionierende Netzwege angewiesen. Paketverlust, hohe Laufzeitschwankungen, falsch konfigurierte Firewall oder überlastetes WLAN können Gespräche beeinträchtigen, obwohl die PBX selbst fehlerfrei läuft.

Vor dem Rollout werden Internetanschluss, Switches, VLANs, WLAN, Firewall und Stromversorgung betrachtet. Sprachverkehr benötigt keine pauschal riesige Bandbreite, aber eine stabile und priorisierbare Übertragung. DECT-Ausleuchtung wird im Gebäude gemessen statt anhand eines Grundrisses geschätzt.

Die Netzwerk-Lösungen von SW Business Solutions umfassen auf Wunsch Standortprüfung, Segmentierung, Firewall, WLAN und passende Ausfallwege. Bei Cloud-3CX gehören Router-Telefon oder SBC zur lokalen Standortarchitektur.

Sicherheit hängt von Betrieb und Administration ab

3CX stellt Sicherheits- und Updatefunktionen bereit. Der tatsächliche Schutz hängt weiterhin von Konten, Rollen, Endgeräten, Firewall, Updateprozess und Betriebsmodell ab. Administratorrechte werden auf wenige zuständige Personen begrenzt. System Owner, Partnerzugänge und Wiederherstellungsdaten müssen dokumentiert sein.

Bei lokaler oder selbst gehosteter Installation übernimmt der Betreiber zusätzliche Pflichten für Plattform und Netzwerk. Der Hersteller verlangt für On-Premise unter anderem passende Firewallkonfiguration und Split DNS. Bei gehosteten Modellen bleiben Benutzerverwaltung, Rufregeln, Endgeräte und Integrationszugänge Aufgaben des Unternehmens oder seines IT-Partners.

Gesprächsaufzeichnung und Transkription werden nicht allein aktiviert, weil eine Edition sie anbietet. Zweck, Berechtigung, Information der Betroffenen, Zugriff und Löschung sind gesondert zu prüfen.

Ausfallwege gehören vor den Produktivstart

Eine funktionierende 3CX-Instanz garantiert noch nicht die Erreichbarkeit jedes Standorts. Internetprovider, lokales Netzwerk, SIP-Trunk, SBC und Endgerät bilden gemeinsam den Rufweg.

Für wichtige Nummern werden kontrollierte Ersatzwege festgelegt. Je nach Betrieb können das Mobilfunk-Apps, Rufumleitungen, ein zweiter Internetzugang oder externe Notfallziele sein. Fällt eine CRM-Integration aus, muss das Telefongespräch weiter möglich bleiben. Die Oberfläche zeigt dann, dass kein Kundenkontext geladen werden konnte.

Backups werden nicht nur erstellt, sondern außerhalb der laufenden Instanz verfügbar gehalten und für eine Wiederherstellung dokumentiert. Verantwortliche müssen wissen, wer bei einer Störung Provider, Hosting und Telefoniepartner koordiniert.

Die Einführung beginnt mit Rufwegen und Arbeitsplätzen

Vor der Konfiguration werden bestehende Rufnummern, Durchwahlen, Gruppen, Öffnungszeiten, Sonderanschlüsse und Endgeräte inventarisiert. Danach entsteht ein Soll-Rufplan mit klaren Zielen für Normalbetrieb, Pause, Feiertag, Überlauf und Störung.

Ein Pilot umfasst repräsentative Arbeitsplätze: Büro, Empfang, mobiles Gerät, DECT und mindestens einen angebundenen Prozess. Getestet werden unter anderem:

  • ein- und ausgehende Gespräche
  • übertragene Rufnummer und Rückrufbarkeit
  • interne und externe Weiterleitung
  • Geschäftszeiten und Feiertagsregeln
  • Warteschlange, Abmeldung und Überlauf
  • Mailbox und Benachrichtigung
  • Apps außerhalb des Unternehmensnetzes
  • Internet- oder Integrationsstörung
  • CRM- beziehungsweise Ticketzuordnung

Erst nach diesen Tests folgen Portierung und breiter Rollout. Mitarbeiter erhalten kurze Anleitungen für die konkreten Funktionen ihres Arbeitsplatzes statt einer vollständigen Produktdokumentation.

Die Kosten bestehen aus mehr als der 3CX-Lizenz

Zur Gesamtkalkulation gehören Lizenz beziehungsweise Edition, Hosting, SIP-Trunk, Rufnummern, Sprachkanäle, Endgeräte und lokale Netztechnik. Hinzu kommen Planung, Einrichtung, Portierung, Tests, Schulung, Integration, Monitoring und laufender Support.

Eine bestehende Virtualisierungsumgebung macht lokalen Betrieb nicht kostenlos. Interne Administration, Backups, Updates und Bereitschaft haben einen Wert. Ein gehostetes Angebot kann wiederum Zusatzaufwand für SBC, Router-Telefone oder externe Betreuung benötigen.

Aktuelle Preise werden nicht dauerhaft in einen Grundlagenartikel geschrieben. SW Business Solutions prüft Lizenzstufe, Hosting und Providerkonditionen für das konkrete Angebot mit Abrufdatum. So bleibt die Entscheidung belastbar, auch wenn Hersteller Pakete oder Funktionsgrenzen ändern.

Zehn Fragen vor der Entscheidung für 3CX

  1. Wie viele Gespräche laufen heute und in Spitzen gleichzeitig?
  2. Welche Standorte, Homeoffice-Plätze und mobilen Benutzer werden angebunden?
  3. Welche IP-, DECT- oder Sondergeräte müssen weiter funktionieren?
  4. Welche Rufgruppen, Warteschlangen und Öffnungszeiten werden benötigt?
  5. Welcher SIP-Trunk und welche Rufnummern bleiben oder werden portiert?
  6. Soll 3CX gehostet, in einer Private Cloud oder lokal betrieben werden?
  7. Wer übernimmt Updates, Backups, Monitoring und Störungen?
  8. Welche CRM-, Ticket-, Buchungs- oder Branchensysteme werden integriert?
  9. Welche Ausfallwege müssen für geschäftskritische Nummern funktionieren?
  10. Welche Funktionen benötigen eine bestimmte Edition oder zusätzliche Entwicklung?

Fehlen belastbare Antworten, sollte noch keine Lizenzgröße festgelegt werden. Die technische Auswahl wird sonst zum Ersatz für eine nicht geklärte Organisationsentscheidung.

SW Business Solutions plant 3CX als Teil des Geschäftsprozesses

SW Business Solutions analysiert vorhandene Telefonie, Arbeitsplätze, Netze und Folgeprozesse. Das Team plant Betriebsmodell, Lizenzgröße, SIP-Trunk, Endgeräte, Rufwege und Ausfallkonzept. Bestehende Komponenten bleiben erhalten, wenn sie technisch und wirtschaftlich passen.

Bei Bedarf verbindet SW Business Solutions 3CX mit easybell, Fonio und den vorhandenen CRM-, ERP-, Ticket- oder Buchungssystemen. Standardintegration wird zuerst geprüft. Fehlen passende Funktionen, entstehen kundenspezifische APIs, Automatisierungen und Dashboards.

Der Leitfaden zur intelligenten Unternehmenstelefonie zeigt die gesamte Architektur. Für die konkrete 3CX-Entscheidung zählt am Ende ein einfaches Ergebnis: Mitarbeiter erreichen den richtigen Gesprächspartner und können den anschließenden Vorgang ohne unnötige Suche oder Doppelerfassung bearbeiten.

3CX
Telefonanlage
Cloud-PBX
SIP-Trunk
VoIP
Warteschlange
DECT
CRM-Integration

Häufige Fragen

Was ist 3CX?
3CX ist eine softwarebasierte IP-Telefonanlage für Nebenstellen, Rufgruppen, Warteschlangen, Apps, Webclient, unterstützte Endgeräte und Integrationen. Für öffentliche Telefonie wird ein geeigneter SIP-Trunk benötigt.
Kann 3CX in der Cloud und lokal betrieben werden?
Ja. Abhängig von Edition und Anforderungen kann 3CX vom Hersteller gehostet, in einer unterstützten Private Cloud oder auf eigener lokaler Infrastruktur betrieben werden.
Wie wird 3CX lizenziert?
Dedizierte 3CX-Systeme werden nach der Zahl gleichzeitiger Gespräche und der gewählten Edition lizenziert. Aktuelle Pakete, Preise und Funktionsgrenzen sollten vor einem Angebot direkt geprüft werden.
Welche Telefone funktionieren mit 3CX?
3CX unterstützt ausgewählte IP-, Router- und DECT-Systeme verschiedener Hersteller. Vorhandene Geräte müssen anhand des konkreten Modells, der Firmware und des vorgesehenen Provisionierungswegs geprüft werden.
Lässt sich 3CX mit CRM oder Buchungssystem verbinden?
Ja. 3CX bietet Standardintegrationen, einen Wizard für REST-basierte Systeme und abhängig vom Einsatz APIs. Besondere Datenmodelle und Prozesse können über individuelle Schnittstellen angebunden werden.
Richtet SW Business Solutions 3CX für Unternehmen ein?
Ja. SW Business Solutions plant und integriert 3CX einschließlich Betriebsmodell, SIP-Trunk, Endgeräten, Rufrouting, Netzwerk, KI-Telefonie sowie individuellen Verbindungen zu Geschäftssystemen.

Verwendete Technologien

Artikel teilen

LinkedInWhatsApp