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IT-Systemhaus

Yealink oder Gigaset für 3CX: DECT-Systeme anhand des Einsatzes vergleichen

Steven Weißheimer18. August 202611 Min. Lesezeit
Yealink oder Gigaset für 3CX: DECT-Systeme anhand des Einsatzes vergleichen

Yealink oder Gigaset für 3CX: Supportstatus, DECT-Basen, Multi-Cell, Mobilteile, Provisionierung, Firmware und Einsatz fundiert vergleichen.

Yealink oder Gigaset 3CX: DECT-Systeme anhand des Einsatzes vergleichen

Ein Betrieb erweitert seine Lagerfläche und benötigt zwölf zusätzliche Mobilteile. Am bisherigen Standort läuft ein Gigaset-System stabil, für den Neubau bietet ein Händler Yealink an. Ein bloßer Preisvergleich beantwortet nicht, ob beide Bereiche gemeinsam verwaltet werden können, welche 3CX-Funktionen unterstützt sind und wer Firmware sowie Fehleranalyse übernimmt. Die Entscheidung Yealink oder Gigaset 3CX beginnt deshalb mit Systemgeneration, Supportstatus und Einsatzprofil.

Beide Hersteller bieten professionelle Single- und Multi-Cell-DECT-Lösungen. Beide verfügen über Mobilteile für unterschiedliche Rollen. Für den Betrieb mit 3CX ist jedoch nicht nur die Herstellerkompatibilität entscheidend, sondern die aktuelle Einstufung des konkreten Modells durch 3CX.

SW Business Solutions prüft vorhandene Hardware, Gebäude, Laufwege, Gesprächslast und gewünschte Funktionen. Daraus entsteht eine belastbare Beschaffungs- oder Migrationsentscheidung. Eine funktionierende Gigaset-Installation wird nicht allein wegen einer Supportkategorie ersetzt; eine Neuanschaffung wird umgekehrt nicht nur aus Gewohnheit beim bisherigen Hersteller vorgenommen.

Yealink oder Gigaset 3CX beginnt mit der konkreten Modellgeneration

„Yealink“ und „Gigaset“ sind keine einzelnen DECT-Systeme. Yealink reicht im betrachteten Umfeld von der W70B-Single-Cell-Basis über W80 bis zum großen W90-Multi-Cell-System. Gigaset deckt mit N670 IP PRO und N870 IP PRO unterschiedliche Größen ab; weitere Generationen und Erweiterungen existieren ebenfalls.

Verglichen werden daher konkrete Kombinationen:

  • Basis beziehungsweise DECT-Manager
  • kompatible Mobilteile und Headsets
  • Teilnehmer und parallele Gespräche
  • Single- oder Multi-Cell-Betrieb
  • Synchronisation, Roaming und Handover
  • 3CX-Provisionierung und bekannte Einschränkungen
  • Firmwarepflege, Support und erwartete Nutzungsdauer

Ein aktuelles robustes Mobilteil kann zu einer älteren Basisfamilie passen oder gerade nicht. Die Modell- und Firmwarematrix wird vor der Bestellung geprüft.

Der aktuelle 3CX-Supportstatus unterscheidet die Systeme deutlich

Auf der am 28. Juni 2026 aktualisierten 3CX-Geräteliste werden Yealink W60B, W70B, W75DM, W80DM und W90DM regulär als unterstützte DECT-Systeme geführt. Gigaset N670 IP PRO und N870 IP PRO stehen im Abschnitt „Supported with limitations“.

3CX erläutert diese Kategorie so: Die Geräte können provisioniert werden und funktionierten zum Testzeitpunkt. Bei einzelnen Produkten werden neue Firmwares jedoch nicht mehr durch 3CX oder nur durch Dritte getestet. 3CX rät auf dieser Seite davon ab, Geräte dieser Kategorie neu oder gebraucht zu kaufen. Diese Aussage betrifft die aktuelle 3CX-Supportstrategie; sie bedeutet nicht, dass jede bestehende Gigaset-Anlage technisch unbrauchbar ist.

Für eine Neuplanung spricht der reguläre Supportstatus daher zunächst für ein passendes Yealink- oder Snom-System. Für einen Betrieb mit vorhandenen N670- oder N870-Komponenten kann Weiterbetrieb wirtschaftlich sein, wenn Funktionen, Firmware, Ersatzteile und Supportzuständigkeit geklärt sind.

Der Grundlagenartikel zu 3CX DECT Telefonen erläutert die gesamte Auswahl aus Funkplanung, Basis, Mobilteil, Netzwerk und Lebenszyklus.

Die 3CX-Gigaset-Anleitung zeigt die konkreten Einschränkungen

3CX stellt weiterhin eine Konfigurationsanleitung für Gigaset N610, N670, N770 und N870 bereit. Darin werden Provisionierung, Benutzerzuordnung und Mobilteilregistrierung beschrieben. Gleichzeitig nennt 3CX bekannte Grenzen:

  • kein direkter Remote-Betrieb per STUN, sondern Anbindung über SBC
  • keine vollständige CTI-Unterstützung, sondern laut Anleitung nur „Make Call“
  • keine Provisionierung der LCD-Sprache
  • keine 3CX-Firmwareverwaltung
  • keine Unterstützung für Paging Groups einschließlich Multicast

Diese Punkte sind nicht in jedem Betrieb gleich wichtig. Ein Lager ohne Paging und CTI kann mit einem stabilen N870-System gut arbeiten. Ein zentral verwalteter Rollout mit häufigen Firmwareänderungen und eng genutzten 3CX-Funktionen bewertet dieselben Einschränkungen anders.

Die aktuelle Firmwareanforderung aus der 3CX-Anleitung wird vor jeder Provisionierung überprüft. Ein bestehendes System wird nicht ungeprüft zurückgesetzt oder aktualisiert.

Yealink bietet derzeit den direkteren 3CX-Betriebsweg

Regulär unterstützte Yealink-DECT-Basen können in der vorgesehenen 3CX-Verwaltung angelegt und provisioniert werden. Die allgemeine 3CX-Dokumentation beschreibt zudem die zentrale Prüfung und Aktualisierung 3CX-getesteter Firmware für Yealink-Geräte.

Das reduziert manuelle Schritte, beseitigt aber nicht jede Betriebsaufgabe. Auch bei Yealink müssen Basis, Mobilteile, Firmwarekompatibilität, SBC, VLAN und Funkzellen geplant werden. Ein regulärer Listeneintrag garantiert keine Reichweite in einer Stahlhalle und keine automatische Kompatibilität mit Mobilteilen anderer Hersteller.

Yealink weist für das W90 ausdrücklich darauf hin, dass fremde DECT-Geräte nicht kompatibel sind. Wer den Hersteller wechselt, muss deshalb Mobilteile, Headsets und Zubehör als eigenes Ökosystem betrachten.

Single-Cell wird anhand von Fläche und Gesprächslast verglichen

Für einen begrenzten Bereich kann eine einzelne Basis ausreichen. Yealink gibt für W70B bis zu zehn Mobilteile beziehungsweise DECT-Headsets und bis zu zehn SIP-Konten an. Das Herstellerdatenblatt nennt bis zu 20 gleichzeitige Gespräche; die konkrete Kombination aus Endgeräten, Gesprächsarten und Funktionen wird trotzdem im Pilot geprüft.

Gigaset beschreibt N670 IP PRO als erweiterbares System mit bis zu 20 Mobilteilen und acht gleichzeitigen Gesprächen. Die Plattform kann später in eine kleine Multi-Cell-Konfiguration einbezogen werden. Dieser Ausbaupfad kann für einen vorhandenen kleineren Standort interessant sein.

Die nackten Maximalwerte entscheiden nicht. Ein Büro mit acht Nutzern und zwei gleichzeitigen Gesprächen hat andere Anforderungen als eine Werkstatt mit Schichtwechseln, lauter Umgebung und häufigen internen Rückfragen. Der Basisstandort und die Gebäudedämpfung können früher limitieren als die Teilnehmerzahl.

Multi-Cell vergleicht Architektur statt Marketinggröße

Yealink positioniert W80 und W90 für Multi-Cell-Szenarien. Das W90 unterstützt laut Hersteller Air- und LAN-Synchronisation, Roaming und Handover. Die Plattform lässt sich mit zusätzlichen Managern, Basen und Lizenzen weit skalieren.

Gigaset N870 IP PRO kombiniert je nach Konfiguration Integrator, DECT-Manager und Basis. Für eine mittlere Multi-Cell-Installation nennt Gigaset bis zu 250 Mobilteile, 60 Basisstationen und 60 parallele Gespräche. Größere Verbünde sind mit zusätzlicher Architektur und Lizenzierung möglich.

Maximalwerte werden nicht gegeneinander aufgerechnet, wenn der Kunde nur fünf Basen benötigt. Wichtiger sind:

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  1. stabile Synchronisation im konkreten Netzwerk
  2. ausreichende Funküberlappung für Handover
  3. Gesprächskapazität an belasteten Standorten
  4. Verwaltungsaufwand für mehrere Gebäude
  5. unterstützte Mobilteile für die tatsächlichen Rollen
  6. Lizenz- und Erweiterungskosten des geplanten Ausbaus

Ein System mit theoretisch höherer Obergrenze kann für einen kleinen Standort unnötig komplex sein.

Reichweite ist bei beiden Herstellern ein Planungswert

Yealink und Gigaset nennen für verschiedene DECT-Systeme typische Reichweiten von bis zu 50 Metern in Innenräumen und 300 Metern im Freien. Diese Werte gelten unter Herstellerbedingungen und sind keine Zusage für ein konkretes Gebäude.

Metallregale, Kühlzellen, Brandschutzwände, Beton, Maschinen, Tore und Höhenunterschiede beeinflussen die Funkzellen. Ein Wechsel des Herstellers löst solche physikalischen Bedingungen nicht automatisch.

Die Ausleuchtung prüft deshalb Basisstandorte und reale Laufwege. Bei Multi-Cell werden Handover und Roaming während eines Gesprächs getestet. Erst danach lässt sich sagen, wie viele Basen erforderlich sind und ob deren Montageorte mit Netzwerk und Stromversorgung vereinbar sind.

Mobilteile werden nach Rolle und Systemfreigabe ausgewählt

Yealink nennt für W90 unter anderem W53H, W56H, W59R, W73H, W78H und W57R als kompatible Mobilteile. Darunter befinden sich unterschiedliche Bauformen und robuste Varianten. Die aktuelle Freigabe wird für die eingesetzte Firmware erneut kontrolliert.

Die 3CX-Gigaset-Anleitung führt unter anderem SL800H, S700H und R700H sowie mehrere ältere Professional-Mobilteile auf. Einige ältere Modelle sind dort ausdrücklich als End of Life markiert.

Für die Rolle zählen:

EinsatzAuswahlmerkmale
Büro und EmpfangDisplay, Kontaktanzeige, Headset und komfortable Bedienung
Werkstatt und Lagerrobuste Bauform, Lautstärke, Clip und Handschuhbedienung
AußenbereichSchutz, Temperatur, Akku und Funkübergänge
SchichtbetriebLadekonzept, Kennzeichnung und einfache Geräteübergabe
Alarm- oder Bereitschaftsprozesszuverlässige Signalisierung, priorisierte Meldung und definierter Ausfallweg

Die Marke wird erst nach den Muss-Kriterien der Rolle bewertet. Ein hübsches Bürogerät ist keine wirtschaftliche Wahl, wenn es im Lager häufig beschädigt wird.

Telefonbücher und CTI müssen mit realen Daten getestet werden

Beide Hersteller unterstützen je nach System lokale und externe Verzeichnisse. Yealink nennt für W90 lokale, Remote-, LDAP- und XML-Telefonbücher. Gigaset führt für N870 unter anderem zentrale und externe LDAP(S)-Verzeichnisse auf.

Für den Alltag zählt jedoch, wie 3CX, Basis und Mobilteil die Daten gemeinsam darstellen. Getestet werden lange Firmennamen, mehrere Nummern, Umlaute, Rückwärtssuche und Aktualisierungsintervalle.

Bei Gigaset ist die von 3CX dokumentierte eingeschränkte CTI-Unterstützung relevant. Wer umfangreiche Computer-Telefonie-Funktionen benötigt, prüft die konkrete Aktion statt nur „CTI vorhanden“ anzukreuzen. Kundenakte, Ticket und Buchung können auch über eine separate Arbeitsoberfläche geöffnet werden, während das Gespräch am DECT-Gerät läuft.

Der Beitrag 3CX-Anrufer automatisch erkennen beschreibt die Zuordnung von Rufnummer und Kundenkontext unabhängig vom Mobilteilhersteller.

Paging, Alarmierung und Sonderfunktionen verändern die Entscheidung

Einige Betriebe benötigen mehr als normale Gespräche: Sammeldurchsagen, priorisierte Meldungen, Alarmserver oder standortbezogene Signalisierung. Die 3CX-Anleitung nennt Paging Groups und Multicast ausdrücklich als Einschränkung der Gigaset-Integration.

Gigaset bietet mit Alarm, Messaging and Location eine eigene Erweiterungswelt und beschreibt für N870 eine Anbindung an Messaging- und Alarmserver. Ob diese Funktionen gemeinsam mit 3CX den gewünschten Ablauf abbilden, muss im Projekt geprüft werden. Herstellerfunktion und 3CX-Integration sind zwei verschiedene Ebenen.

Yealink bietet ebenfalls zusätzliche Geräte- und Anwendungsszenarien, etwa DECT-Headsets und unterschiedliche Mobilteile. Auch hier wird der konkrete Ablauf getestet: Wer löst eine Meldung aus, welches Gerät signalisiert, was passiert bei Nichtannahme und wie wird der Vorgang dokumentiert?

Firmwareverwaltung ist ein wesentlicher Betriebsunterschied

3CX kann nach eigener Dokumentation für Yealink-Geräte 3CX-getestete Firmwarestände verwalten und aktualisieren. Dieser Stand ist nicht zwangsläufig identisch mit der neuesten Herstellerfirmware, weil 3CX die Kombination zunächst prüft.

Für Gigaset nennt 3CX ausdrücklich keine 3CX-Firmwareverwaltung. Der Betreiber oder Dienstleister muss daher Herstellerstand, 3CX-Mindestanforderung, Freigabe, Rollout und Rückfall eigenständig steuern.

In beiden Fällen benötigt ein produktiver Betrieb:

  • dokumentierte Basis- und Mobilteilversionen
  • ein Pilotgerät beziehungsweise eine Pilotbasis
  • Wartungsfenster und Neustartplanung
  • Sicherung der Konfiguration
  • Test von Anmeldung, Audio, Übergabe, Handover und Telefonbuch
  • verantwortliche Stelle für Störungen und Herstellerkontakt

Der zusätzliche Aufwand kann bei wenigen vorhandenen Gigaset-Basen gering sein. Bei vielen Standorten wird er zu einem relevanten Kostenblock.

Bestehende Gigaset-Systeme werden wirtschaftlich bewertet

Ein vorhandenes N670- oder N870-System hat bereits Anschaffungs-, Montage- und Einrichtungsaufwand verursacht. Wenn Funkabdeckung, Mobilteile und Kerntelefonie zuverlässig funktionieren, wäre ein sofortiger Komplettaustausch möglicherweise unwirtschaftlich.

Geprüft werden Restlebensdauer, verfügbare Ersatzgeräte, Firmwarepflege, gewünschte neue 3CX-Funktionen und interner Supportaufwand. Ein begrenzter Weiterbetrieb kann mit klarer Dokumentation und Ersatzplan sinnvoll sein.

Ein Austausch wird wahrscheinlicher, wenn wichtige Funktionen fehlen, EOL-Mobilteile nicht mehr beschaffbar sind, Firmwarepflege ungeklärt bleibt oder eine Standorterweiterung ohnehin neue Funkplanung erfordert. Die Entscheidung wird als Migrationsplan formuliert, nicht als spontane Markenbereinigung.

Eine Neuanschaffung bevorzugt einen klar unterstützten Lebenszyklus

Bei einem vollständig neuen 3CX-Standort hat der reguläre 3CX-Supportstatus hohes Gewicht. Provisionierung, getestete Firmware und ein klarer Fehlerweg reduzieren den laufenden Aufwand. Nach der aktuellen Geräteliste spricht das im direkten Vergleich zunächst für eine passende Yealink-Lösung.

Diese Tendenz ist kein automatischer Zuschlag. Wenn ein Kunde spezielle Gigaset-Funktionen, bestehende Mobilteile, Alarmierungsprozesse oder einheitliche Verwaltung über andere Plattformen benötigt, kann eine andere Gesamtentscheidung entstehen. Dann werden die dokumentierten 3CX-Einschränkungen bewusst akzeptiert und betrieblich abgedeckt.

Vor Bestellung wird die Geräteliste erneut geprüft. Supportklassifizierungen und Modellgenerationen können sich während der geplanten Nutzungsdauer verändern.

Netzwerk und SBC sind bei beiden Lösungen Pflichtbestandteile

Bei einer cloudbetriebenen 3CX-Instanz werden lokale DECT-Basen über einen 3CX SBC oder ein geeignetes Router Phone angebunden. Die Gigaset-Anleitung schließt STUN ausdrücklich aus. Auch für regulär unterstützte Geräte ist die von 3CX vorgesehene Standortarchitektur zu verwenden.

Switchports, PoE-Budget, VLAN, IP-Adressierung, DNS, Zeitdienst und Firewallregeln werden vor der Montage festgelegt. Für Multi-Cell kommt die Synchronisation hinzu. Eine instabile Netzwerkverbindung kann sich wie ein Funkproblem anhören und erschwert die Fehlersuche.

Die Netzwerk-Lösungen von SW Business Solutions verbinden DECT-Ausleuchtung, Switching und Standortanbindung. Der Artikel Cloud-Telefonanlage oder klassische Telefonanlage ordnet SBC und Betriebsmodell in die Gesamtarchitektur ein.

Anschaffungspreis und laufender Aufwand werden gemeinsam gerechnet

Zum Preis gehören nicht nur Basis und Mobilteil. Relevante Kostenblöcke sind:

  • DECT-Manager, Basen und gegebenenfalls Lizenzen
  • Mobilteile, Headsets, Clips, Schutztaschen und Ladeschalen
  • Funkprüfung, Verkabelung, Switchports und PoE
  • Einrichtung, Provisionierung und Abnahmetest
  • Firmwarepflege und Störungsanalyse
  • Ersatzgeräte, Akkus und spätere Erweiterungen
  • Migration vorhandener Nutzer und Telefonbücher

Ein vorhandenes Gigaset-System kann trotz höherem Verwaltungsaufwand insgesamt günstiger sein als ein Austausch. Bei einer Neuanschaffung kann ein regulär unterstütztes Yealink-System über die Laufzeit wirtschaftlicher werden, obwohl das erste Angebot nicht das niedrigste ist.

Der Beitrag 3CX-Kosten: Lizenz, Hosting und SIP-Trunk behandelt die übrigen Kostenblöcke der Telefonanlage. Endgeräte und Funkplanung werden dort nicht durch die Lizenz abgedeckt.

Typische Einsatzentscheidungen zeigen die Unterschiede

Für ein neues kleines Büro mit wenigen mobilen Nutzern kann eine regulär unterstützte Yealink-Single-Cell-Basis den einfachsten 3CX-Betrieb bieten. Voraussetzung bleiben ausreichende Reichweite und passende Mobilteile.

Ein Betrieb mit vorhandener N870-Multi-Cell-Abdeckung kann Gigaset weiterverwenden, wenn die dokumentierten 3CX-Einschränkungen den Arbeitsprozess nicht stören und Firmware sowie Support organisiert sind.

Bei einer neuen größeren Halle werden Yealink W80 oder W90, alternative regulär unterstützte Systeme und die tatsächliche Funkplanung verglichen. Theoretische Maximalwerte sind zweitrangig; Handover, Gesprächslast und robuste Mobilteile entscheiden.

Ein Unternehmen mit spezialisierten Gigaset-Alarmierungs- oder Messaging-Funktionen prüft diese Prozessabhängigkeit gesondert. Ein Wechsel der Telefonanlage darf keinen betrieblichen Sicherheits- oder Alarmweg unbemerkt entfernen.

Der Pilot entscheidet vor der Serienbeschaffung

Der Vergleich endet mit einem Test unter realen Bedingungen. Für beide in Betracht kommenden Systeme werden dieselben Muss-Kriterien geprüft:

  1. Provisionierung mit der eingesetzten 3CX-Version
  2. Registrierung der vorgesehenen Mobilteile
  3. interne und externe Gespräche
  4. Halten, Rückfrage und vermittelte Übergabe
  5. Rufgruppe, Queue und Mailbox
  6. Telefonbuch und Anruferanzeige
  7. CTI- oder Click-to-Call-Funktion, sofern benötigt
  8. Paging oder Alarmierung, sofern benötigt
  9. Roaming und Handover auf echten Laufwegen
  10. gleichzeitige Gespräche in belasteten Funkzellen
  11. Firmwareupdate und Wiederherstellung
  12. Verlust, Ersatz und Neuzuordnung eines Mobilteils

Abweichungen werden nicht mit allgemeinen Herstellerargumenten erklärt, sondern als konkretes Risiko, Zusatzaufwand oder Ausschlusskriterium dokumentiert.

SW Business Solutions wählt DECT nach dem Kundenprozess aus

SW Business Solutions nimmt vorhandene Basen, Mobilteile, Firmwarestände und 3CX-Konfiguration auf. Dazu kommen Gebäudeplan, Arbeitswege, Nutzerrollen, Gesprächslast, Netzwerk und gewünschte Sonderfunktionen.

Auf dieser Grundlage entsteht eine Entscheidung zwischen Weiterbetrieb, Erweiterung, schrittweiser Migration oder Neuaufbau. Die IT-Beratung von SW Business Solutions berücksichtigt Investition und laufenden Betrieb. Einrichtung, SBC, Netzwerk, Provisionierung, Pilot und Dokumentation werden als gemeinsames System geplant.

Wo Mitarbeitende neben dem DECT-Gespräch Kundenakte, Buchung oder Ticket benötigen, kann SW Business Solutions eine passende Prozessoberfläche integrieren oder entwickeln. Die Hardware bleibt Standard; die Verbindung zum konkreten Unternehmensprozess wird kundenspezifisch umgesetzt. Der Leitfaden zur intelligenten Unternehmenstelefonie zeigt diesen Zusammenhang im Gesamtbild.

Für die Entscheidung reicht zunächst eine Vergleichsmatrix mit fünf Spalten: Muss-Funktion, bestehender Zustand, Yealink-Lösung, Gigaset-Lösung und betrieblicher Zusatzaufwand. Der Hersteller ergibt sich aus dieser Matrix – nicht aus Markenbekanntheit oder dem günstigsten Einzelpreis.

Yealink
Gigaset
3CX
DECT
Multi-Cell
Mobilteile
Telefonanlage
Endgeräte

Häufige Fragen

Ist Yealink oder Gigaset besser für 3CX geeignet?
Für eine Neuanschaffung spricht die aktuelle reguläre 3CX-Unterstützung stärker für passende Yealink-Systeme. Gigaset N670 und N870 können weiterhin mit 3CX provisioniert werden, werden aktuell aber als „Supported with limitations“ geführt. Vorhandene Gigaset-Systeme können trotzdem wirtschaftlich sinnvoll bleiben.
Welche Einschränkungen nennt 3CX für Gigaset N670 und N870?
Die aktuelle 3CX-Anleitung nennt unter anderem fehlenden STUN-Support, nur eingeschränkte CTI-Funktionen, keine LCD-Sprachprovisionierung, keine 3CX-Firmwareverwaltung und keine Unterstützung für Paging Groups einschließlich Multicast.
Welche Yealink-DECT-Systeme werden von 3CX unterstützt?
Die aktuelle 3CX-Liste führt Yealink W60B, W70B, W75DM, W80DM und W90DM als regulär unterstützte DECT-Systeme. Der Status sollte unmittelbar vor der Beschaffung erneut auf der offiziellen Geräteliste geprüft werden.
Sollte ein vorhandenes Gigaset-System wegen der 3CX-Einstufung ersetzt werden?
Nicht automatisch. Wenn Funkabdeckung und benötigte Funktionen zuverlässig arbeiten und Firmware, Ersatzteile sowie Support organisiert sind, kann ein Weiterbetrieb wirtschaftlich sein. Ein Austausch benötigt einen konkreten technischen oder betrieblichen Grund.
Können vorhandene Gigaset-Mobilteile an einer Yealink-Basis weiterverwendet werden?
Davon sollte ohne ausdrückliche Freigabe nicht ausgegangen werden. Yealink weist für das W90 darauf hin, dass DECT-Geräte anderer Hersteller nicht kompatibel sind. Die vollständige Funktionskompatibilität wird immer für Basis und Mobilteil geprüft.
Unterstützt SW Business Solutions bei der Auswahl zwischen Yealink und Gigaset?
Ja. SW Business Solutions bewertet vorhandene Hardware, 3CX-Supportstatus, Gebäude, Funkabdeckung, Rollen, Gesprächslast, Netzwerk, Investition und Betriebsaufwand und setzt die ausgewählte Lösung einschließlich Pilot und Dokumentation um.

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