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Rufnummernportierung zu easybell: Ablauf, Übergang und typische Fehler

Steven Weißheimer18. August 202612 Min. Lesezeit
Rufnummernportierung zu easybell: Ablauf, Übergang und typische Fehler

Rufnummernportierung zu easybell planen: Rufnummerninventar, Vertragsdaten, 3CX-Vorbereitung, Umschalttag, Tests und typische Ablehnungen.

Rufnummernportierung zu easybell: Ablauf, Übergang und typische Fehler

Die zentrale Telefonnummer steht auf Fahrzeugen, Rechnungen, Google-Profilen und in den Kontakten langjähriger Kunden. Fällt sie beim Anbieterwechsel aus, betrifft das nicht nur die Telefontechnik. Anfragen, Buchungen und Servicefälle erreichen das Unternehmen nicht. Eine Rufnummernportierung easybell wird deshalb wie eine geschäftskritische Migration vorbereitet und nicht als beiläufiger Bestandteil einer Tarifbestellung behandelt.

Bei der Portierung übernimmt easybell bestehende Einzelrufnummern oder Rufnummernblöcke vom bisherigen Anbieter. Der aufnehmende und der abgebende Anbieter stimmen den technischen Wechsel miteinander ab. Im Unternehmen müssen parallel der neue SIP-Trunk, die Telefonanlage, alle Durchwahlen, Rufregeln und Endgeräte bereitstehen.

Die häufigsten Probleme entstehen nicht durch eine komplizierte Übertragung im Telefonnetz, sondern durch unvollständige Nummernlisten, abweichende Inhaberdaten, falsche Auftragsarten oder eine Telefonanlage, die erst nach der Umschaltung konfiguriert wird.

Rufnummernportierung easybell beginnt mit einem vollständigen Inventar

Vor dem Portierungsauftrag wird jede produktiv oder möglicherweise noch verwendete Nummer erfasst. Die letzte Monatsrechnung reicht dafür nicht immer aus. Selten angerufene Faxnummern, Alarmwege, Türsprechstellen oder alte Kampagnennummern können fehlen, obwohl sie noch in Verträgen und Verzeichnissen stehen.

Das Inventar enthält:

  • Hauptrufnummer und Abfragestelle
  • vollständige Einzelrufnummern
  • Stammnummer und Blocklänge jedes Rufnummernblocks
  • tatsächlich genutzte Durchwahlen
  • Fax-, Tür-, Alarm- und sonstige Sondernummern
  • aktuell verantwortlicher Vertrag und Anbieter
  • Anschlussinhaber laut Vertragsbestand
  • Kundennummer und Anschlussadresse
  • heutiges Ziel in der Telefonanlage
  • gewünschtes Ziel nach der Portierung
  • interne und externe Veröffentlichungsorte

Für jede Nummer wird entschieden, ob sie portiert, bewusst aufgegeben oder vorübergehend umgeleitet wird. „Diese Nummer dürfte niemand mehr kennen“ ist keine belastbare Entscheidung, wenn sie noch auf einem alten PDF, Branchenportal oder Typenschild steht.

Einzelrufnummer und Rufnummernblock werden unterschiedlich erfasst

Eine Einzelrufnummer ist vollständig und ohne zusätzliche Durchwahl erreichbar. Ein Rufnummernblock besteht aus Stammnummer und einem festgelegten Bereich nutzbarer Durchwahlen. Im Portierungsauftrag muss der Block korrekt bezeichnet werden.

easybell erklärt dafür den Begriff der Abfragestelle. Sie ist die erste nutzbare Durchwahl eines Rufnummernblocks, häufig die 0. Bei ungewöhnlichen Blockbereichen kann die Abfragestelle anders aussehen. Ein ungenau angegebener Block kann vom bisherigen Anbieter als nicht geschaltet zurückgewiesen werden.

Besonders kritisch ist die reine Kopfnummer ohne Durchwahl. easybell weist darauf hin, dass ihre Nutzung nicht vorgesehen ist und sie spätestens nach einer Portierung nicht mehr erreichbar sein kann. Ein Unternehmen, das bisher nur die verkürzte Kopfnummer veröffentlicht hat, muss vor dem Wechsel die korrekte Nummer mit Abfragestelle kommunizieren.

Der Grundlagenartikel Was ist ein SIP-Trunk? erklärt Stammnummer, Durchwahl und Providerverbindung im Zusammenhang.

Vertragsdaten müssen exakt zum bisherigen Anbieter passen

Der aufnehmende Anbieter kann eine Rufnummer nicht allein anhand des sichtbaren Firmennamens übernehmen. Der bisherige Anbieter gleicht die Angaben im Portierungsauftrag mit seinem Vertragsbestand ab. Abweichungen können zur Ablehnung führen.

Geprüft werden insbesondere:

  • vollständiger Name des Anschlussinhabers
  • Rechtsform und exakte Firmenschreibweise
  • gegebenenfalls Vor- und Nachname einer natürlichen Person
  • Anschlussadresse
  • Kundennummer oder Vertragsreferenz
  • bisheriger Anbieter mit korrekter Gesellschaft
  • zu portierende Rufnummern oder Rufnummernblöcke
  • bevollmächtigte Unterschrift

Rechnungsempfänger und Anschlussinhaber müssen nicht identisch sein. Auch eine inzwischen geänderte Firmierung ist problematisch, wenn der Altvertrag noch auf den früheren Namen läuft. easybell nennt selbst Abkürzungen in Firmennamen und eine falsche Aufteilung langer Firmennamen als mögliche Ablehnungsgründe.

Die Daten werden deshalb beim bisherigen Anbieter ausdrücklich als portierungsrelevante Anschlussinhaberdaten abgefragt. Eine ausgedruckte Rechnung dient als Hinweis, ersetzt diese Bestätigung aber nicht in jedem Fall.

Die Auftragsart folgt dem Zustand des Altvertrags

Nicht jede Portierung ist mit einer gleichzeitigen Anschlusskündigung verbunden. Ein Unternehmen kann nur die Rufnummern übernehmen, einen kompletten Anschluss wechseln oder eine nachträgliche Portierung nach bereits erfolgter Kündigung benötigen.

easybell unterscheidet in seinen Ablehnungshinweisen unter anderem:

  • Portierung mit Kündigung des bisherigen Anschlusses
  • reine Rufnummernportierung bei weiterbestehendem Altvertrag
  • nachträgliche Portierung nach bereits erfolgter Kündigung
  • interne Übertragung zwischen easybell-Konten

Die falsche Auftragsart führt zu Rückfragen oder Ablehnung. Fordert der bisherige Anbieter beispielsweise eine Portierung mit Anschlusskündigung, reicht ein Auftrag zur reinen Rufnummernmitnahme nicht aus. Soll der Internetzugang oder ein anderer Teil des Altvertrags weiterlaufen, muss vorab geklärt werden, ob ein Rufnummerntausch oder eine Vertragsänderung erforderlich ist.

Kündigungen werden nicht doppelt und unkoordiniert ausgesprochen. Bei einem vollständigen Anbieterwechsel empfiehlt die Bundesnetzagentur, möglichst den neuen Anbieter mit der Kündigung und Rufnummernmitnahme zu beauftragen, damit die Umschaltung abgestimmt werden kann.

Der easybell-Portierungsauftrag wird im Kundenportal vorbereitet

Nach der aktuellen easybell-Anleitung wird die Portierung in my.easybell unter Telefonanschluss und Rufnummern gestartet. Über „Rufnummer hinzufügen“ und „Rufnummer portieren“ werden die erforderlichen Angaben erfasst. easybell erstellt anschließend ein vorausgefülltes Portierungsformular.

Dieses Formular wird gegen die bestätigten Daten des bisherigen Anbieters geprüft. Wenn Angaben falsch vorausgefüllt sind, sollen sie laut easybell nicht eigenmächtig im Dokument geändert werden. Stattdessen wird der easybell-Kundenservice informiert, damit der Auftrag technisch und formal konsistent bleibt. Das Formular wird von einer berechtigten Person unterschrieben und über den vorgesehenen Weg zurückgesendet.

Für das Projekt werden Formular, Versanddatum, Bestätigung, Portierungstermin und jede Rückmeldung beider Anbieter dokumentiert. So ist bei einer Ablehnung nachvollziehbar, welche Fassung tatsächlich übermittelt wurde.

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Gesetzliche Regeln ersetzen keine betriebliche Ausfallvorsorge

§ 59 Telekommunikationsgesetz legt fest, dass Anbieterwechsel und Rufnummernmitnahme unter Leitung des aufnehmenden Anbieters erfolgen. Die beteiligten Anbieter müssen zusammenarbeiten und eine nicht vereinbarte Unterbrechung vermeiden. Bei einem Anbieterwechsel darf der Dienst grundsätzlich nicht länger als einen Arbeitstag unterbrochen werden.

Die Bundesnetzagentur weist außerdem darauf hin, dass die Rufnummernmitnahme für Privat- und Geschäftskunden kostenfrei ist. Die technische Aktivierung soll am vereinbarten Tag, spätestens innerhalb des folgenden Arbeitstags erfolgen. Für Geschäftskunden können vertragliche Besonderheiten und Individualvereinbarungen relevant sein; die konkrete Vertragslage wird daher getrennt geprüft.

Ein gesetzlicher Anspruch stellt verlorene Kundenanfragen nicht nachträglich zu. Für eine zentrale Verkaufs- oder Servicenummer wird deshalb ein Rückfallweg geplant, selbst wenn alle Beteiligten von einer planmäßigen Umschaltung ausgehen.

easybell-Trunk und 3CX werden vor dem Termin getestet

Die bestehenden Nummern erreichen bis zur Portierung meist noch den Altanbieter. Trotzdem kann die neue Umgebung mit einer vorläufigen easybell-Testnummer vorbereitet werden. So lassen sich Providerregistrierung, ausgehende Regeln, Endgeräte und Ruflogik ohne Zeitdruck abnehmen.

Die Netzwerk-Lösungen von SW Business Solutions stellen dabei sicher, dass Firewall, DNS, Standortanbindung und Sprachqualität nicht erst am Umschalttag geprüft werden.

Vorbereitet werden:

  • easybell-SIP-Verbindung und Zugangsdaten
  • passende 3CX-Lizenz und Betriebsumgebung
  • DIDs für sämtliche zu portierenden Nummern
  • Benutzer, Gruppen, Warteschlangen und Ansagen
  • Geschäftszeiten, Feiertage und Überlaufregeln
  • ausgehende Rufnummernanzeige
  • Tischtelefone, DECT, Apps und Homeoffice
  • Firewall, DNS und Sprachqualität
  • CRM-, Ticket- oder Buchungsintegration
  • Monitoring und Ansprechpartner für Störungen

Der Artikel easybell SIP-Trunk mit 3CX verbinden beschreibt die technische Einrichtung und Abnahme. Der Portierungstermin sollte erst bestätigt werden, wenn diese Vorbereitung abgeschlossen ist.

DIDs und Zielregeln müssen vor der Umschaltung vollständig sein

In 3CX wird jede öffentliche Rufnummer beziehungsweise relevante Durchwahl als DID hinterlegt. Sie erhält ein Ziel während und außerhalb der Geschäftszeiten. Für nicht zugeordnete DIDs existiert eine Standardroute; sie ist kein Ersatz für einen vollständigen Nummernplan.

Ein typischer Fehler besteht darin, nur die Zentrale zu testen. Nach der Portierung funktionieren dann direkte Mitarbeiterdurchwahlen, Fax oder Servicenummern nicht. Eine Prüfliste enthält deshalb jede externe Nummer und das erwartete Ziel.

Bei Rufnummernblöcken wird auch geprüft, ob die Telefonanlage längere Durchwahlen korrekt auswertet. Wenn die Abfragestelle 0 und zugleich Durchwahlen wie 01 oder 02 verwendet werden, darf die Rufnummernerkennung nicht vorzeitig beim ersten Treffer enden. easybell weist in diesem Zusammenhang auf die mögliche Fehlkonfiguration „use first match“ hin.

Die ausgehende Rufnummernanzeige braucht einen Übergangsplan

Vor der eigentlichen Portierung kann der neue easybell-Trunk bereits für Testgespräche verwendet werden. Ob dabei die später portierte Unternehmensrufnummer angezeigt werden darf, hängt von Providerfreigabe, Zuordnung und rechtlichen Voraussetzungen ab.

Nach der Portierung wird für jede Benutzergruppe geprüft, welche Rufnummer ausgehend erscheint. Empfang und allgemeiner Service zeigen häufig die Zentrale, während ein Standort seine lokale Nummer oder ein Mitarbeiter seine Durchwahl signalisiert. Die Nummer muss erreichbar und dem Unternehmen zugeteilt sein.

Ein Fehler in der Absenderrufnummer fällt intern kaum auf. Er wird nur durch einen Anruf auf ein externes Testtelefon sichtbar. Deshalb gehören Anzeige, Rückruf und gegebenenfalls Unterdrückung in das Abnahmeprotokoll.

Der Umschalttag erhält Rollen, Zeitfenster und Kommunikationswege

Am Portierungstag wird nicht improvisiert. Eine verantwortliche Person koordiniert easybell, bisherigen Anbieter, SW Business Solutions und interne Ansprechpartner. Für technische Tests steht mindestens ein Telefon aus einem fremden Festnetz und einem Mobilfunknetz bereit.

Der Ablauf enthält:

  1. Statuskontrolle des alten Anschlusses vor dem Zeitfenster
  2. Bestätigung der vorbereiteten 3CX-Konfiguration und Backups
  3. Beobachtung der easybell-Zuordnung und Trunkregistrierung
  4. eingehender Test der Zentrale aus verschiedenen Netzen
  5. Test wichtiger Durchwahlen, Warteschlangen und Sondernummern
  6. ausgehende Gespräche mit korrekter Rufnummernanzeige
  7. Test von Geschäftszeit, Überlauf und Mailbox
  8. Dokumentation jedes Fehlers mit Uhrzeit, Quell- und Zielnummer
  9. Freigabe an Mitarbeiter und interne Kommunikation
  10. verstärkte Beobachtung während der folgenden Geschäftszeit

Änderungen am alten und neuen System werden während des Zeitfensters kontrolliert. Wenn mehrere Personen parallel Rufregeln verändern, ist später kaum erkennbar, ob ein Problem aus der Portierung oder der Konfiguration stammt.

Ein Rückfallweg schützt die wichtigsten Anrufe

Eine bereits netzseitig portierte Nummer lässt sich nicht mit einem lokalen Knopfdruck zum alten Anbieter zurückschalten. Rückfall bedeutet daher, alternative Erreichbarkeit und schnelle Fehlerbearbeitung vorzubereiten.

Mögliche Maßnahmen sind:

  • vorab veröffentlichte oder intern verfügbare Ersatznummer
  • providerseitige Umleitung auf ein erreichbares Mobil- oder Notfallziel
  • alternative Internetverbindung für die neue Telefonanlage
  • zweiter SIP-Trunk für ausgehende Gespräche
  • Mobiltelefone mit Kunden- und Rückrufzugriff
  • Kontaktformular oder Buchungsweg als ergänzender Kanal
  • vorbereitete Statusinformation für Website und E-Mail

Nicht jede Maßnahme ist bei jedem Portierungsfehler wirksam. Eine Mobilfunkumleitung hilft bei einer gestörten Telefonanlage, aber nicht zwingend bei einer noch nicht korrekt gerouteten Nummer im öffentlichen Netz. Der Rückfallplan benennt deshalb den Fehlerfall, den die jeweilige Maßnahme abdeckt.

Ablehnungen werden anhand des Rückmeldecodes korrigiert

Der bisherige Anbieter muss eine Ablehnung begründen. easybell beschreibt mehrere häufige Ursachen:

AblehnungsgrundTypische UrsacheNächster Schritt
Anschlussinhaber falschName, Rechtsform oder Schreibweise weichen abDaten beim bisherigen Anbieter exakt erfragen
Rufnummer nicht geschaltetZahlendreher, falscher Block oder fehlende AbfragestelleNummernbestand und Blockgrenzen prüfen
Kunde nicht identifizierbarmehrere widersprüchliche AngabenKundennummer, Anbieter und Inhaber gemeinsam abgleichen
anderer Anbieter zuständigRechnungspartner und technischer Inhaber unterscheiden sichkorrekten abgebenden Anbieter bestätigen lassen
bestehender AuftragKündigung oder andere Portierung ist bereits vorgemerktbestehenden Vorgang klären, nicht blind neu beauftragen
falsche AuftragsartKündigung, reine oder nachträgliche Portierung passen nichtAuftrag entsprechend der Rückmeldung neu aufsetzen

Das Formular wird nicht mehrfach mit geratenen Varianten versendet. Jede neue Einreichung basiert auf einer bestätigten Korrektur. Andernfalls verlängert sich der Prozess, ohne die Ursache zu beseitigen.

Eine bereits gekündigte Nummer erfordert schnelles Handeln

Nach § 59 TKG kann die Rufnummernmitnahme grundsätzlich noch bis zu einem Monat nach Vertragsende beantragt werden. In den Vertragsbedingungen kann eine längere Frist vorgesehen sein. easybell nennt bei seinen Ablehnungsfällen jedoch ausdrücklich, dass eine zu weit zurückliegende Abschaltung die Portierung verhindern kann.

Die Nachfrist ist daher kein Grund, eine Portierung bis nach der Kündigung aufzuschieben. Sobald feststeht, dass eine Rufnummer erhalten bleiben soll, wird der Auftrag rechtzeitig gestartet. Bei bereits erfolgter Abschaltung werden Altanbieter und easybell sofort mit den vollständigen Daten kontaktiert.

Geschäftliche Folgen werden parallel begrenzt: Ersatznummern, Website, Google-Unternehmensprofil, E-Mail-Signaturen und aktive Kundenkommunikation können vorübergehend angepasst werden. Das ersetzt die Portierung nicht, erhält aber Handlungsfähigkeit.

Kritische Sondernummern werden separat abgenommen

Fax, Alarmanlage, Aufzug, Türsprechstelle, EC-Terminal oder Maschinenmodem können an Nummern hängen, die im Tagesgeschäft kaum auffallen. Selbst wenn die Nummer korrekt portiert wurde, muss der dahinterliegende Dienst über die neue IP-Telefonie funktionieren.

Für jedes Sondergerät werden Hersteller, Anschlussart, Codec beziehungsweise Übertragungsverfahren und verantwortliche Fachfirma dokumentiert. Ein analoger Adapter ist keine Garantie für eine zuverlässige Übertragung. Bei Alarm- oder Sicherheitsfunktionen gelten gegebenenfalls zusätzliche Vorgaben des Herstellers oder Versicherers.

Wo eine moderne IP- oder Mobilfunklösung verfügbar ist, wird ihre Ablösung geprüft. Wo der Altweg bestehen bleiben muss, erfolgt ein eigener Funktionstest nach der Portierung.

CRM, Buchung und Kundenhistorie dürfen keine Nummern verlieren

Telefonnummern werden in Geschäftssystemen oft in mehreren Schreibweisen gespeichert. Nach der Portierung bleiben die Nummern zwar gleich, eine neue Telefonanlage kann sie aber im internationalen Format übergeben. Ohne Normalisierung erkennt das CRM einen bekannten Anrufer möglicherweise nicht.

Vor dem Wechsel wird geprüft, wie 3CX eingehende Nummern an CRM, Ticketsystem oder eigene Oberfläche übermittelt. Die Schreibweisen mit 0, 0049 und +49 werden einem einheitlichen Suchformat zugeordnet. Ausgehende Click-to-Call-Funktionen müssen die Nummer passend an die Telefonanlage senden.

Die 3CX-Integration mit CRM, ERP und Buchungssystem beschreibt diese Datenwege. SW Business Solutions kann die Portierung über eine passende API-Entwicklung mit einer kundenspezifischen Integration verbinden, damit Anrufer, offene Vorgänge und Rückrufaufgaben nach dem Wechsel weiterhin zusammenfinden.

Die Abnahme läuft mindestens über den nächsten Arbeitstag weiter

Direkt nach der Umschaltung können einzelne Netze ihre Routinginformationen unterschiedlich schnell anwenden. Deshalb werden nicht nur zwei Anrufe unmittelbar nach dem Termin getestet. Während der folgenden Geschäftszeit werden eingehende Anrufe, Fehlermeldungen und Rückmeldungen der Mitarbeiter eng beobachtet.

Das Abnahmeprotokoll enthält:

  • sämtliche portierten Nummern und Blöcke
  • Anrufe aus mehreren Mobilfunk- und Festnetzen
  • direkte Durchwahlen und Zentrale
  • ausgehende Anzeige und Rückrufbarkeit
  • Warteschlangen, Mailboxen und Geschäftszeiten
  • externe Weiterleitungen
  • Fax und Sondergeräte
  • Anrufererkennung im CRM
  • Gesprächsqualität und Abbrüche
  • Uhrzeit und Ansprechpartner bei Abweichungen

Ein Fehler wird sofort mit Quellnetz, Zielnummer und Zeitstempel gemeldet. Die Aussage „ein Kunde kam nicht durch“ reicht für die technische Eingrenzung zwischen Routing, easybell, 3CX und Endgerät nicht aus.

Kosten entstehen vor allem durch fehlende Vorbereitung

Die Bundesnetzagentur nennt die Rufnummernmitnahme selbst als für Endnutzer kostenfrei. Das gesamte Migrationsprojekt verursacht dennoch Aufwand: Inventar, Providerkonto, 3CX-Einrichtung, Endgeräte, Portierungskoordination, Tests, Bereitschaft und gegebenenfalls Parallelbetrieb.

Die teuersten Folgen stehen selten auf der Providerrechnung. Eine nicht erreichbare Vertriebsnummer, ungeprüfte Sondergeräte oder Mitarbeiter ohne funktionierendes Telefon können Umsatz und Service belasten. Deshalb wird die Portierung als eigener Projektbaustein kalkuliert.

Der Beitrag zu den 3CX-Kosten trennt Lizenz, Hosting, SIP-Trunk, Einrichtung und laufenden Betrieb. Für die Portierung kommen vor allem Bestandsaufnahme, Übergang und Abnahme hinzu.

SW Business Solutions begleitet die Portierung bis zum geprüften Rufweg

Die Beratung und Planung von SW Business Solutions beginnt mit Rufnummerninventar, Vertrags- und Blockdaten und bereitet easybell sowie 3CX vor. Arbeitsplätze, Warteschlangen, Geschäftszeiten, DECT, Netzwerk und Sondergeräte werden vor dem Umschalttag getestet. Am Termin koordiniert SW Business Solutions die technische Abnahme und dokumentiert Abweichungen für den zuständigen Anbieter.

Die Leistung kann über die Rufnummernportierung hinausgehen. SW Business Solutions verbindet Telefonie mit CRM, Buchungen, Tickets, Rückrufaufgaben, KI und individuellen Dashboards. Dadurch endet der Wechsel nicht bei einem klingelnden Telefon, sondern bei einem verlässlich bearbeiteten Kundenanliegen.

Der Leitfaden zur intelligenten Unternehmenstelefonie zeigt easybell, 3CX und Unternehmenssoftware als zusammenhängende Architektur. Vor dem Portierungsauftrag sollte daraus mindestens ein vollständiger Nummernplan, ein getestetes Zielsystem und ein benannter Rückfallweg vorliegen.

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Rufnummernblock
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Telefonanlage

Häufige Fragen

Kann eine bestehende Geschäftsnummer zu easybell portiert werden?
Ja. easybell ermöglicht die Portierung bestehender Einzelrufnummern und Rufnummernblöcke. Der Auftrag wird im Kundenportal vorbereitet und mit dem bisherigen Anbieter abgestimmt.
Welche Daten müssen für die easybell-Portierung übereinstimmen?
Insbesondere Anschlussinhaber, Rechtsform, Anschrift, bisheriger Anbieter und die zu portierenden Rufnummern müssen dem Vertragsbestand des bisherigen Anbieters entsprechen. Rechnungsempfänger und Anschlussinhaber können voneinander abweichen.
Warum wird eine Rufnummernportierung abgelehnt?
Häufige Gründe sind abweichende Inhaberdaten, falsche Rufnummern oder Blockgrenzen, ein unzutreffender bisheriger Anbieter, ein bereits bestehender Auftrag oder die falsche Portierungsart.
Kann die Kopfnummer eines Rufnummernblocks ohne Durchwahl portiert werden?
Die reine Kopfnummer ist üblicherweise keine vollständige erreichbare Nummer. easybell warnt, dass ihre Erreichbarkeit spätestens nach einer Portierung entfallen kann. Verwendet werden sollte mindestens die korrekte Abfragestelle.
Wie lange darf eine Rufnummernportierung den Dienst unterbrechen?
Nach § 59 TKG darf der Dienst bei einem Anbieterwechsel grundsätzlich nicht länger als einen Arbeitstag unterbrochen werden. Vertragliche Besonderheiten und die konkrete Art des Wechsels müssen zusätzlich geprüft werden.
Begleitet SW Business Solutions den easybell-Portierungstermin?
Ja. SW Business Solutions kann Nummerninventar, easybell-Trunk, 3CX, Endgeräte, Rufregeln, Netzwerk, Umschalttag, Abnahme und Integrationen als zusammenhängendes Projekt begleiten.

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