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Technisches SEO & GEO: Die wichtigsten Onpage-Faktoren für KMU 2026

Steven WeißheimerJune 6, 202610 min read
Technisches SEO & GEO: Die wichtigsten Onpage-Faktoren für KMU 2026

Technisches SEO trifft GEO: Welche Onpage-Faktoren, Schema Markup & Core Web Vitals KMU 2026 wirklich brauchen. Praxisguide von SW Business Solutions.

Technisches SEO & GEO: Die wichtigsten Onpage-Faktoren für KMU 2026

Wer heute bei Google gefunden werden will, braucht mehr als gute Texte. Die technische Basis einer Website entscheidet mit, ob Seiten überhaupt indexiert werden, wie schnell sie laden – und ob KI-Systeme wie Google SGE, ChatGPT oder Perplexity die Inhalte verstehen und zitieren können. Technische SEO GEO Onpage-Faktoren stehen 2026 deshalb ganz oben auf der Agenda technisch versierter Marketingverantwortlicher und IT-Entscheider im Mittelstand.

Dieser Artikel erklärt, welche Onpage-Faktoren für klassisches SEO und für Generative Engine Optimization (GEO) heute unverzichtbar sind, wie Schema Markup und strukturierte Daten die KI-Sichtbarkeit steigern, und was Core Web Vitals für Ihre Praxis bedeuten – ohne technische Vorkenntnisse vorauszusetzen.

Serienzuordnung: Dieser Artikel ist Teil unserer Content-Serie zu SEO und GEO. Den Einstieg liefert SEO vs. GEO: Der ultimative Leitfaden für KMU im Mittelstand. Wie Sie Inhalte konkret für KI-Antworten aufbereiten, erklärt GEO-optimierten Content erstellen.


Was sind technische SEO Onpage-Faktoren – und warum sind sie für GEO relevant?

Onpage-Faktoren sind alle Maßnahmen, die direkt auf der eigenen Website vorgenommen werden: HTML-Struktur, Ladegeschwindigkeit, interne Verlinkung, Metadaten, strukturierte Daten und mehr. Im Gegensatz zu Offpage-SEO (Backlinks, Erwähnungen) liegt Onpage vollständig in Ihrer Hand.

Warum das auch für GEO zählt: KI-Sprachmodelle, die Google SGE oder eigenständige Suchwerkzeuge wie Perplexity antreiben, crawlen und lesen Websites ähnlich wie Googles klassischer Crawler – aber mit einem entscheidenden Unterschied: Sie interpretieren Inhalt semantisch und benötigen klar strukturierte, maschinenlesbare Signale, um Ihre Inhalte korrekt zuzuordnen und in generierten Antworten zu zitieren. Eine technisch saubere Seite ist deshalb gleichzeitig eine GEO-bereite Seite.

Die wichtigsten technischen Onpage-Hebel lassen sich in fünf Kategorien einteilen:

  1. Crawlability & Indexierung – Kann Google Ihre Seiten überhaupt finden und lesen?
  2. Core Web Vitals & Performance – Wird Ihre Seite schnell und stabil geladen?
  3. Semantisches HTML & Struktur – Versteht die Maschine, was auf der Seite steht?
  4. Schema Markup & strukturierte Daten – Bekommt die KI den nötigen Kontext?
  5. Mobile Optimierung & HTTPS – Sind technische Grundvoraussetzungen erfüllt?

1. Crawlability & Indexierung: Die Grundlage jeder Sichtbarkeit

Bevor sich irgendjemand über Keywords oder Texte Gedanken macht, muss eine Seite überhaupt gefunden werden. Häufige Stolpersteine im Mittelstand:

  • robots.txt-Fehler: Wichtige Verzeichnisse oder Seiten werden versehentlich gesperrt. Eine falsch konfigurierte robots.txt kann ganze Kategorien aus dem Index nehmen.
  • Kanonische URLs: Doppelte Inhalte (z. B. durch URL-Parameter) verwirren den Crawler. rel="canonical" Tags sorgen dafür, dass die "richtige" Version indexiert wird.
  • XML-Sitemap: Eine gepflegte Sitemap beschleunigt die Indexierung neuer oder aktualisierter Seiten erheblich.
  • Crawl-Budget: Große Websites mit vielen Seiten haben ein begrenztes Crawl-Budget. Unnötige URLs (Filterseiten, Paginierung) verschwenden es.
  • Interne Verlinkung: Seiten ohne internen Link werden oft nicht oder selten gecrawlt – sie existieren de facto nicht für den Algorithmus.

GEO-Relevanz: KI-Crawler folgen denselben technischen Signalen. Eine Seite, die für Google nicht sichtbar ist, landet auch nicht in KI-generierten Antworten.

Praxistipp: Crawl-Analyse mit freien Tools

Mit Screaming Frog oder der Google Search Console lässt sich in wenigen Stunden ein vollständiger Überblick über Crawl-Fehler, fehlerhafte Weiterleitungen und doppelte Inhalte erstellen. Für die meisten KMU-Websites reicht die kostenlose Version von Screaming Frog (bis 500 URLs) für einen ersten Audit vollständig aus.


2. Core Web Vitals 2026: Performance als Ranking- und GEO-Signal

Core Web Vitals sind Googles messbare Qualitätssignale für Nutzererfahrung. Sie fließen seit 2021 in den Algorithmus ein und haben sich seitdem als stabile Rankingsignale etabliert. 2026 gelten folgende drei Kennzahlen:

KennzahlWas sie misstGuter Wert
LCP (Largest Contentful Paint)Ladezeit des größten sichtbaren Elements≤ 2,5 Sekunden
INP (Interaction to Next Paint)Reaktionszeit auf Nutzerinteraktionen≤ 200 Millisekunden
CLS (Cumulative Layout Shift)Visuelle Stabilität beim Laden≤ 0,1

Hinweis: INP hat im März 2024 FID (First Input Delay) abgelöst. Wer seine Website zuletzt 2022 oder 2023 optimiert hat, sollte prüfen, ob der INP-Wert im grünen Bereich liegt.

Wie Core Web Vitals die GEO-Sichtbarkeit beeinflussen

Langsame Seiten werden von KI-Crawlern seltener und weniger vollständig indexiert. Darüber hinaus zeigen Studien (u. a. von Google selbst), dass Seiten mit schlechten Core Web Vitals auch bei gleichwertigem Content geringere Klickraten erzielen – was wiederum als indirektes Relevanzsignal wirkt.

Die häufigsten Performance-Bremsen bei KMU-Websites

  • Unoptimierte Bilder (fehlende WebP-Konvertierung, fehlende Lazy-Loading-Attribute)
  • Render-blockierendes JavaScript oder CSS
  • Fehlende oder falsch konfigurierte Browser-Caches
  • Langsame Server-Antwortzeiten (TTFB > 600 ms)
  • Schriftarten ohne font-display: swap

Unsere Erfahrungen aus Projekten wie HPS Pitbike – Ganzjährige Indoor-Trainingsplattform digitalisiert und MobiKart – Kartbahn-Buchungssystem von Grund auf entwickelt zeigen: Eine konsequente Next.js Performance Optimierung erzielt bei Lighthouse regelmäßig Scores über 90 – nicht durch Tricks, sondern durch serverseitiges Rendering (SSR/ISR), automatisches Bild-Handling und saubere Code-Splitting-Konfigurationen.

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3. Semantisches HTML & Seitenstruktur: Die Sprache der Maschinen

Semantisches HTML ist die Grundlage dafür, dass Suchmaschinen und KI-Systeme Ihre Inhalte korrekt einordnen. Konkret bedeutet das:

  • Überschriftenhierarchie: Genau ein <h1> pro Seite, logisch gestaffelte <h2> und <h3> – nicht als Design-Entscheidung, sondern als Inhaltsgliederung.
  • Semantische Elemente: <article>, <section>, <nav>, <main>, <footer> statt überall <div>. Diese Tags teilen der Maschine mit, was welcher Inhaltsbereich bedeutet.
  • Title-Tags & Meta Descriptions: Jede Seite braucht einen eindeutigen, keywordtragenden Title-Tag (≤ 60 Zeichen) und eine Meta Description (≤ 155 Zeichen), die den Klick motiviert.
  • Alt-Texte für Bilder: Beschreibende Alt-Texte helfen Suchmaschinen beim Verstehen von Bildinhalten und verbessern gleichzeitig die Barrierefreiheit – beides profitiert voneinander.
  • Interne Verlinkung mit aussagekräftigen Ankertexten: Keyword-tragende Ankertexte statt „Hier klicken" oder „Mehr erfahren".

Wichtiger Zusammenhang Barrierefreiheit und SEO: Viele technische SEO-Maßnahmen überschneiden sich direkt mit den Anforderungen des BFSG und der WCAG. Eine barrierefreie Seite ist in der Regel auch technisch sauber strukturiert – und damit sowohl für Menschen als auch für Maschinen zugänglicher.


4. Schema Markup & strukturierte Daten: Das GEO-Schlüsselelement

Schema Markup ist der wohl wichtigste technische Hebel für GEO, der in vielen KMU-Websites noch komplett fehlt. Dabei ist das Prinzip einfach:

Schema Markup (auf Basis von Schema.org) ist ein standardisiertes Vokabular, mit dem Sie Ihren Inhalten maschinenlesbare Metadaten hinzufügen. Suchmaschinen und KI-Systeme nutzen diese Daten, um Ihre Seite in Rich Results, Knowledge Panels und – entscheidend für GEO – in generierten KI-Antworten korrekt darzustellen.

Die wichtigsten Schema-Typen für KMU

Schema-TypEinsatzbereichGEO-Vorteil
Organization / LocalBusinessUnternehmensprofil, Kontakt, StandortFirmendaten werden direkt in KI-Antworten übernommen
FAQPageFAQ-Bereiche auf Landing PagesKI zitiert direkt die Q&A-Paare
Article / BlogPostingBlog und RatgeberartikelErhöht Wahrscheinlichkeit als Quellzitat in SGE
HowToAnleitungen, Schritt-für-Schritt-GuidesStrukturierte Schritte werden in KI-Antworten ausgespielt
Product / ServiceLeistungs- und ProduktseitenPreise, Bewertungen, Verfügbarkeit als Rich Snippet
BreadcrumbListNavigationVerbessert Crawlverständnis der Seitenstruktur
Review / AggregateRatingBewertungenSterne in Suchergebnissen, höhere Klickrate

Praxisbeispiel: FAQPage-Markup auf einer Leistungsseite

Ein Handwerksunternehmen aus der Region Brandenburg hatte auf seiner Leistungsseite bereits guten Text – aber keine strukturierten Daten. Nach Einbindung von FAQPage-Markup (mit sechs typischen Kundenfragen) erschienen die Fragen innerhalb von drei Wochen als eigenständige Erweiterung im Google-Suchergebnis. Die Klickrate (CTR) auf die Seite stieg in dem Zeitraum messbar an. Wichtig: Das Markup muss den tatsächlichen Seiteninhalt widerspiegeln – Google bestraft Abweichungen zwischen Markup und sichtbarem Inhalt.

Schema Markup technisch einbinden

Schema Markup wird als JSON-LD-Block im <head> oder <body> der Seite eingebettet. JSON-LD ist die von Google bevorzugte Methode, da sie den HTML-Code nicht verändert und leicht zu pflegen ist. In modernen Frameworks wie Next.js kann Schema Markup komponentenbasiert und dynamisch generiert werden – zum Beispiel automatisch je nach Seitentyp.

Tools zur Validierung:

  • Google Rich Results Test (kostenlos, direkt von Google)
  • Schema Markup Validator (schema.org)
  • Lighthouse (als Teil des Gesamtaudits)

5. HTTPS, Mobile First & weitere Grundvoraussetzungen

Diese Faktoren gelten seit Jahren als selbstverständlich – tauchen in Audits aber immer noch als Fehlerquelle auf:

HTTPS & SSL-Zertifikat

Jede Website, die noch auf HTTP läuft, verliert Vertrauen und Ranking. Moderne Browser markieren HTTP-Seiten als „Nicht sicher". SSL-Zertifikate sind heute kostenlos (z. B. über Let's Encrypt) und sollten automatisch erneuert werden.

Mobile First Indexierung

Google indexiert ausschließlich die mobile Version Ihrer Website. Eine Seite, die auf dem Desktop hervorragend aussieht, aber auf dem Smartphone nicht korrekt dargestellt wird, hat ein strukturelles SEO-Problem. Die Mobile First Strategie ist deshalb nicht nur eine Design-Empfehlung, sondern eine technische Pflicht.

URL-Struktur & Weiterleitungen

  • Kurze, beschreibende URLs ohne kryptische Parameter (/leistungen/webentwicklung statt /page?id=42)
  • Korrekte 301-Weiterleitungen bei URL-Änderungen (keine Weiterleitungsketten)
  • Keine gemischten HTTP/HTTPS-Inhalte auf derselben Seite

Internationale Seiten: hreflang

Für KMU, die mehrsprachige Websites betreiben, ist das hreflang-Attribut Pflicht – es teilt Google mit, welche Sprachversion für welches Land bestimmt ist.


Onpage-Checkliste: Technisches SEO & GEO für KMU

Nutzen Sie diese Liste als Ausgangspunkt für Ihr nächstes technisches Audit:

Crawlability & Indexierung

  • robots.txt geprüft und kein wichtiges Verzeichnis gesperrt
  • XML-Sitemap vorhanden und in Google Search Console eingereicht
  • Canonical-Tags auf Seiten mit doppeltem Inhalt gesetzt
  • Alle wichtigen Seiten über interne Links erreichbar
  • Keine 404-Fehler auf verlinkten Seiten

Performance & Core Web Vitals

  • LCP ≤ 2,5 s, INP ≤ 200 ms, CLS ≤ 0,1
  • Bilder in WebP konvertiert und mit Lazy Loading versehen
  • Browser-Cache konfiguriert
  • TTFB unter 600 ms
  • Lighthouse-Score (mobil) ≥ 80

Semantisches HTML & Struktur

  • Genau ein <h1> pro Seite
  • Logische H2/H3-Hierarchie ohne Lücken
  • Semantische HTML5-Elemente genutzt (<main>, <article>, <nav> etc.)
  • Alt-Texte für alle inhaltlichen Bilder vorhanden
  • Title-Tag und Meta Description auf jeder Seite eindeutig

Schema Markup & strukturierte Daten

  • Organization oder LocalBusiness-Markup auf der Startseite
  • FAQPage-Markup auf FAQ-Bereichen
  • Article/BlogPosting-Markup auf Blogartikeln
  • BreadcrumbList auf allen Unterseiten
  • Validierung mit Google Rich Results Test bestanden

Technische Grundvoraussetzungen

  • HTTPS aktiv, SSL-Zertifikat gültig und automatisch erneuert
  • Responsive Design (Mobile First) auf allen Geräten korrekt
  • Saubere URL-Struktur ohne Parameter-Wildwuchs
  • Keine gemischten HTTP/HTTPS-Inhalte
  • 301-Weiterleitungen für alle geänderten URLs gesetzt
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Die Verbindung zwischen technischem SEO und GEO: Was KMU wirklich brauchen

Klassisches technisches SEO und GEO sind keine konkurrierenden Disziplinen – sie bauen aufeinander auf. Wer die technische Grundlage sauber aufgesetzt hat, profitiert automatisch bei beiden.

Der entscheidende Mehrwert von GEO-spezifischen Onpage-Maßnahmen (insbesondere Schema Markup) liegt in der Zitierfähigkeit: KI-Systeme zitieren bevorzugt Quellen, die klar strukturiert sind, Autorschaft und Aktualität ausweisen und maschinenlesbare Metadaten liefern. Das bedeutet konkret:

  • Autorenangaben und Datumsangaben im Article-Markup erhöhen das E-E-A-T-Signal.
  • FAQPage-Markup macht Ihre Antworten direkt als Zitat-Kandidaten für SGE und ähnliche Systeme verfügbar.
  • speakable-Markup (noch experimentell) signalisiert, welche Textpassagen besonders zitierwürdig sind – für KI-Sprachassistenten und Voice Search.

Wer sich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte, wie strukturierte Daten die KI-Sichtbarkeit steuern, findet in unserem Artikel zu GEO-optimierten Content erstellen konkrete Umsetzungsbeispiele für verschiedene Content-Formate.

Für einen vollständigen Überblick über den Unterschied zwischen klassischem SEO und GEO empfehlen wir den Einführungsartikel SEO vs. GEO: Der ultimative Leitfaden für KMU im Mittelstand.


Wann brauchen KMU externe Unterstützung – und wann nicht?

Ehrliche Einschätzung: Viele der beschriebenen Onpage-Maßnahmen sind mit etwas technischem Grundverständnis selbst umsetzbar. Wer WordPress nutzt, kommt mit Plugins wie Yoast SEO oder RankMath für Metadaten und einfaches Schema-Markup weit. Tools wie die Google Search Console liefern viele Hinweise kostenlos.

Externe Unterstützung lohnt sich typischerweise in diesen Situationen:

  • Website-Relaunch: Bei einem Website Relaunch werden technische Fehler oft mitgebaut. Eine begleitende SEO-Prüfung verhindert, dass Rankings wegbrechen.
  • Technisch komplexe Seiten: Shops, Portale oder mehrsprachige Seiten mit dynamischen Inhalten benötigen individuelles Schema-Markup und eine sorgfältige Crawl-Strategie.
  • Unklare Performance-Probleme: Wenn Core Web Vitals trotz Optimierungsversuchen nicht besser werden, liegt oft ein tieferliegendes Problem im Code oder im Hosting vor.
  • Wechsel auf ein neues Framework: Beim Wechsel von WordPress auf eine Headless- oder Next.js-Architektur müssen SEO-Signale sorgfältig übertragen werden.

Unsere Suchmaschinenoptimierung (SEO)-Leistungen und die Generative Engine Optimization (GEO)-Beratung helfen KMU dabei, technische Audits durchzuführen, Schema Markup korrekt zu implementieren und nachhaltige Strukturen aufzubauen – ohne dauerhafte Abhängigkeit zu erzeugen.


FAQ: Technisches SEO & GEO Onpage-Faktoren

Weitere häufig gestellte Fragen beantwortet der FAQ-Abschnitt weiter unten im Artikel.

Technical SEO
GEO
Core Web Vitals
Schema Markup
Onpage-Optimierung
KMU

Frequently Asked Questions

Was ist der Unterschied zwischen technischem SEO und Onpage-SEO?
Technisches SEO ist ein Teilbereich von Onpage-SEO. Onpage-SEO umfasst alle Maßnahmen auf der eigenen Website – also Inhalte, Keywords, interne Verlinkung und Technik. Technisches SEO konzentriert sich dabei auf die nicht-inhaltlichen Faktoren: Ladegeschwindigkeit, Crawlbarkeit, Indexierung, strukturierte Daten und die HTML-Grundstruktur.
Wie lange dauert es, bis Schema Markup in den Suchergebnissen sichtbar wird?
Das variiert stark. Wenn Google Ihre Seite regelmäßig crawlt, können Rich Results innerhalb von wenigen Tagen bis drei Wochen erscheinen. Bei seltener gecrawlten Seiten kann es länger dauern. Google garantiert keine Rich Results – korrekte Implementierung und inhaltliche Relevanz sind jedoch die besten Voraussetzungen.
Muss ich Schema Markup manuell einpflegen oder gibt es Plugins?
Für WordPress-Seiten gibt es ausgereifte Plugins (Yoast SEO, RankMath, Schema Pro), die grundlegendes Markup automatisch erzeugen. Für spezifische Schema-Typen wie HowTo, FAQPage oder komplexere Service-Markierungen lohnt es sich, JSON-LD-Blöcke manuell oder per Template einzubinden. In modernen Frameworks wie Next.js wird Markup in der Regel komponentenbasiert generiert.
Was bedeuten Core Web Vitals für meine Website konkret?
Core Web Vitals messen, wie Nutzer die Ladegeschwindigkeit und Stabilität Ihrer Seite erleben. LCP misst, wann der Hauptinhalt geladen ist, INP misst die Reaktionszeit auf Klicks und andere Interaktionen, CLS misst, ob Elemente beim Laden springen. Schlechte Werte können das Google-Ranking beeinflussen und – wichtiger – Nutzer abschrecken, die die Seite verlassen, bevor sie überhaupt geladen ist.
Wie messe ich meine Core Web Vitals?
Kostenlos und direkt von Google: Google Search Console (unter 'Core Web Vitals'), PageSpeed Insights (pagespeed.web.dev) und Lighthouse (im Chrome DevTools oder als CLI). PageSpeed Insights zeigt sowohl Labordaten als auch echte Nutzerdaten (Field Data) aus dem Chrome User Experience Report.
Was ist GEO und was hat es mit technischem SEO zu tun?
GEO (Generative Engine Optimization) bezeichnet Maßnahmen, die sicherstellen, dass Ihre Inhalte von KI-basierten Suchwerkzeugen (Google SGE, Perplexity, ChatGPT) korrekt verstanden und als Quelle zitiert werden. Technisches SEO bildet die Grundlage: Seiten, die nicht korrekt gecrawlt werden, gut strukturiert sind und Schema Markup tragen, werden von KI-Systemen bevorzugt als Zitate verwendet.
Brauche ich für GEO andere technische Maßnahmen als für klassisches SEO?
Die technische Basis ist identisch. Der Unterschied liegt im Feinschliff: Schema Markup (besonders FAQPage, Article, HowTo) ist für GEO besonders wichtig, weil KI-Systeme strukturierte Daten nutzen, um Quellen einzuordnen. Außerdem sind eindeutige Autorenangaben, Aktualitätssignale und eine klare thematische Fokussierung pro Seite für GEO relevanter als für klassisches SEO.
Reicht ein gutes CMS (wie WordPress) aus, um technisches SEO korrekt umzusetzen?
WordPress mit den richtigen Plugins (Yoast, RankMath, WP Rocket o. ä.) deckt die Grundlagen ab. Bei Performance-Optimierungen und komplexem Schema Markup stoßen Standard-Installationen jedoch an Grenzen. Moderne Frameworks wie Next.js bieten von Haus aus bessere Ausgangswerte für Core Web Vitals. Die Wahl des CMS ist also eine relevante technische SEO-Entscheidung.
Was kostet ein technisches SEO-Audit für eine KMU-Website?
Ein grundlegendes technisches Audit (Crawl-Analyse, Core Web Vitals, Schema-Prüfung) für eine typische KMU-Website mit 20–100 Seiten liegt je nach Anbieter und Tiefe zwischen 500 und 3.000 Euro. Für erste Einblicke reichen kostenlose Tools wie Google Search Console, PageSpeed Insights und der Rich Results Test vollständig aus. Ein professionelles Audit lohnt sich besonders vor einem Relaunch oder bei unerklärlichem Ranking-Verlust.
Wie oft sollte ich technisches SEO überprüfen?
Grundregel: nach jedem größeren Website-Update, nach CMS- oder Framework-Updates und mindestens einmal jährlich als Routine-Audit. Core Web Vitals sollten monatlich über die Google Search Console beobachtet werden, da sie durch neue Inhalte, Plugins oder Drittanbieter-Skripte beeinflusst werden können.
Ist Mobile First Indexierung wirklich so wichtig für KMU?
Ja, unbedingt. Google indexiert ausschließlich die mobile Version von Websites. Wenn Ihre mobile Version weniger Inhalte enthält als die Desktop-Version, werden diese Inhalte nicht vollständig indexiert. Das betrifft auch strukturierte Daten: Schema Markup, das nur auf der Desktop-Version vorhanden ist, wird nicht ausgewertet.
Was ist eine XML-Sitemap und brauche ich wirklich eine?
Eine XML-Sitemap ist eine Datei, die alle wichtigen URLs Ihrer Website auflistet und Suchmaschinen beim effizienten Crawlen hilft. Für kleine Websites mit klarer interner Verlinkung ist sie weniger kritisch. Für Websites mit mehr als 50 Seiten, häufig aktualisierten Inhalten (z. B. Blog) oder komplexer Struktur ist eine gepflegte Sitemap, die in der Google Search Console hinterlegt ist, eine sinnvolle Maßnahme.

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