← Zurück zum Blog
Telefon-KI

Telefon-KI für die Zahnarztpraxis: Fonio für Schmerzpatienten, Recall und Terminanfragen

Steven Weißheimer28. Oktober 202612 Min. Lesezeit
Telefon-KI für die Zahnarztpraxis: Fonio für Schmerzpatienten, Recall und Terminanfragen

Telefon-KI für die Zahnarztpraxis: Wie Fonio Schmerzpatienten priorisiert, Recall-Anrufe strukturiert und das Praxisteam entlastet. Mit

Telefon-KI für die Zahnarztpraxis: Fonio für Schmerzpatienten, Recall und Terminanfragen

Es ist 11:30 Uhr. In der Behandlungsstunde sitzt ein Patient auf dem Stuhl, die Assistenz instrumentiert — und das Telefon klingelt. Wieder. Die ZFA läuft in den Empfangsbereich, nimmt ab, notiert einen Namen und eine Rückrufbitte auf einem Zettel, der bis zum Mittag unter drei anderen Zetteln verschwindet. Der Anrufer war ein Schmerzpatient, der einen baldigen Termin brauchte. Er hat inzwischen die nächste Praxis angerufen.

Dieses Bild ist in zahnarztpraxen deutschlandweit Alltag — nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil das Telefon schlicht zum falschen Zeitpunkt klingelt. Zwischen 9 und 12 Uhr, der klassischen Anrufspitze, sind genau die Mitarbeitenden am stärksten eingespannt, die auch abnehmen sollen.

Eine Telefon-KI für die Zahnarztpraxis löst dieses Grundproblem nicht durch mehr Personal, sondern durch eine andere Erstanlaufstelle: Der Assistent nimmt Anrufe an, stellt die richtigen Rückfragen, dokumentiert das Anliegen strukturiert und übergibt an das Team — vollständig, ohne Informationsverlust.

Dieser Artikel erklärt, wie das konkret aussieht, welche Anruftypen sich in der Zahnarztpraxis dafür eignen, wo die Grenzen liegen und was datenschutzrechtlich zu beachten ist.


Warum das Telefon in der Zahnarztpraxis ein besonderes Problem ist

In einer allgemeinen Arztpraxis ist das Anrufmuster schon anspruchsvoll. In der Zahnarztpraxis kommt ein Faktor hinzu: die emotionale Dringlichkeit. Ein Schmerzpatient wartet nicht wie jemand, der einen Vorsorge-Termin sucht. Er ruft mehrfach an, wird ungeduldig, wenn er in der Warteschleife landet, und wechselt die Praxis, wenn er keine Rückmeldung bekommt.

Gleichzeitig ist die Anruflandschaft in Zahnarztpraxen breiter als oft angenommen. Typische eingehende Anruftypen sind:

  • Akutschmerz: Patient möchte sofort oder noch heute einen Termin, manchmal mit Symptombeschreibung.
  • Reguläre Terminanfrage: Neupatienten oder Bestandspatienten, die einen Behandlungstermin buchen möchten.
  • Terminverschiebung oder -absage: Häufig kurzfristig, mit Wunsch nach Neutermin.
  • Recall und Prophylaxe: Patienten, die vom System oder der Praxis an eine Kontrolluntersuchung oder professionelle Zahnreinigung erinnert wurden.
  • Rückfragen zum Heil- und Kostenplan: Was wird von der Kasse bezahlt? Was kostet der Eigenanteil? Wann kann der Plan eingereicht werden?
  • Rückfragen zur Rechnung: Unklarheiten zu GOZ-Positionen, Zahlungsfristen, Ratenzahlungswunsch.
  • Allgemeine Informationsfragen: Öffnungszeiten, Parkmöglichkeiten, Aufnahme von Kassenpatienten.

Jede dieser Kategorien erfordert eine andere Reaktion. Und genau hier liegt das Problem der klassischen Telefonaufnahme: Wer abnimmt, muss sofort einschätzen, wie dringend das Anliegen ist — oft ohne vollständige Information, oft unter Zeitdruck, oft bei laufendem Betrieb.


Was Fonio konkret tut — und was nicht

Fonio ist ein KI-Telefonassistent, der eingehende Anrufe annimmt, mit dem Anrufer spricht, gezielte Rückfragen stellt und die erfassten Angaben strukturiert weitergibt. Für die Zahnarztpraxis bedeutet das: Fonio übernimmt die Erstaufnahme, nicht die Behandlung oder die medizinische Einschätzung.

Konkret kann Fonio in der Zahnarztpraxis:

  • Den Anruf sofort entgegennehmen — auch wenn alle Leitungen belegt sind oder die Praxis gerade schließt.
  • Das Anliegen des Anrufers erfragen und kategorisieren.
  • Bei Schmerzpatienten gezielt praxisdefinierte Kriterien abfragen, etwa: Seit wann bestehen die Schmerzen? Handelt es sich um ein Unfallereignis? Liegen Schwellungen oder Fieber vor?
  • Den Anrufer darüber informieren, dass ein Rückruf erfolgt oder direkt einen Termin im Kalender reservieren — abhängig davon, wie die Praxis Fonio konfiguriert hat.
  • Alle erfassten Angaben strukturiert übermitteln: per E-Mail, via Webhook in die Praxissoftware, oder in ein CRM.
  • Einen Rückrufauftrag mit Prioritätsstufe anlegen, den das Team im Tagesverlauf abarbeiten kann.

Was Fonio nicht tut: Er stellt keine medizinische Diagnose und gibt keine klinische Einschätzung ab. Ob ein Schmerzpatient noch am gleichen Tag behandelt werden muss, entscheidet immer ein Mensch in der Praxis — Fonio liefert dafür die Grundlage, keine Entscheidung. Diese Trennung ist nicht nur ethisch geboten, sondern auch technisch so gestaltet.


Priorisierung von Schmerzpatienten: So funktioniert es in der Praxis

Die Priorisierung von Schmerzanrufern ist der sensibelste Punkt beim Einsatz einer Telefon-KI in der Zahnarztpraxis. Das Risiko, das viele Praxisinhaber beschäftigt: Was, wenn ein echtes Notfallanliegen nicht als solches erkannt wird?

Fonio begegnet diesem Risiko durch einen klar definierten Gesprächsleitfaden — den die Praxis selbst festlegt. Fonio stellt nicht eigenständig Fragen, die sie für sinnvoll hält, sondern genau die Fragen, die das Praxisteam vorab als relevant definiert hat. Das Ergebnis ist eine strukturierte Weiterleitung, keine Einschätzung.

Hypothetisches Ablaufbeispiel — so könnte ein praxisinterner Prozess aussehen:

Eine Zahnarztpraxis legt fest, dass bei Anrufern, die Schmerzen als Anliegen nennen, immer drei Fragen gestellt werden: (1) Wie lange bestehen die Schmerzen bereits? (2) Gibt es Schwellungen im Gesicht oder am Hals? (3) Wurde die Situation durch ein Trauma (Unfall, Sturz) ausgelöst? Alle drei Antworten werden in einem Rückrufticket zusammengefasst und mit dem Hinweis „Schmerzpatient, bitte zuerst zurückrufen" an die ZFA weitergeleitet. Die Einstufung, ob ein Same-Day-Termin möglich ist, trifft die ZFA beim Rückruf — auf Basis vollständiger Angaben statt eines unlesbaren Zettels.

Dieser Prozess ist deutlich besser als die Alternative: ein verpasster Anruf, den niemand zurückruft, weil die Notiz nie den richtigen Weg gefunden hat.


Recall und Prophylaxe: Eingehende Anrufe strukturiert erfassen

Recall-Anrufer sind eine besondere Gruppe. Sie rufen in der Regel auf Einladung der Praxis an — nach einem Brief, einer SMS oder einer E-Mail — und haben oft konkrete Fragen: Wann ist der nächste freie Prophylaxe-Termin? Kann ich gleichzeitig eine Füllungskontrolle machen lassen? Welche Kassenzähne werden bei der PZR von der Kasse übernommen?

Hier eignet sich Fonio gut, weil die Anliegen vorhersehbar sind. Der KI-Assistent kann:

  • Den Terminwunsch aufnehmen und die bevorzugten Zeiten erfragen.
  • Grundlegende Informationen zu Leistungen und Zuschüssen sachlich kommunizieren — soweit die Praxis diese Inhalte vorab in der Wissensbasis hinterlegt hat.
  • Den Anruf direkt in einen Kalender überführen, wenn eine entsprechende Kalenderanbindung konfiguriert ist.
  • Bei komplexen Fragen zur Kassenleistung transparent kommunizieren, dass ein Rückruf durch das Praxisteam erfolgt.

Eine wichtige Einschränkung: Abrechnungsfragen und individuelle Leistungsberatung sind Aufgaben für qualifiziertes Praxispersonal. Fonio kann eine Standardinformation geben — „die PZR ist eine Privatleistung, die Kosten variieren je nach Befund" —, aber keinen individuellen Heil- und Kostenplan besprechen. Das gehört in ein Rückrufgespräch mit dem Team.

Kostenloses PDF

eBook: Digitalisierung in der Arztpraxis

Kostenloses 20+-seitiges eBook: Website, SEO, Online-Termine, Datenschutz, TI/ePA, IT-Sicherheit und digitale Prozesse für Arztpraxen — inkl. Checklisten und 90-Tage-Roadmap.

Kostenlos · Kein Spam


Heil- und Kostenpläne, Rechnungsfragen und Informationsanfragen

Anrufe rund um Heil- und Kostenpläne und Rechnungen sind oft zeitaufwendig — nicht weil sie komplex sind, sondern weil das Praxisteam zuerst den Vorgang heraussuchen muss, bevor es sinnvoll antworten kann. Fonio kann hier einen wertvollen Vorschritt leisten: den Anruf strukturiert erfassen, den Namen und die Patienten-ID aufnehmen und das Anliegen kategorisieren, bevor das Team zurückruft.

Das bedeutet: Der Rückruf ist kein blinder Anruf, sondern ein vorbereitetes Gespräch. Die ZFA weiß, dass es um Position X auf einer Rechnung geht, hat den Vorgang bereits geöffnet und kann direkt in die Sachfrage einsteigen.

Allgemeine Informationsfragen — Öffnungszeiten, Erreichbarkeit, Anfahrt, ob Kassenpatienten aufgenommen werden — lassen sich vollständig durch Fonio beantworten, wenn diese Informationen in der Wissensbasis gepflegt sind. Diese Kategorie von Anrufen erzeugt den höchsten Anteil an Routineaufwand, bietet aber das geringste Risiko beim KI-Einsatz.


Datenschutz und Schweigepflicht: Was Zahnarztpraxen wirklich prüfen müssen

Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders schützenswert — das gilt auch und gerade für die telefonische Ersterfassung von Patientenangaben. Wer einen KI-Telefonassistenten in der Zahnarztpraxis einsetzt, muss folgende Anforderungen kennen und prüfen lassen:

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Fonio verarbeitet im Auftrag der Praxis personenbezogene Daten und ggf. Gesundheitsdaten. Ein AVV mit dem Anbieter ist datenschutzrechtlich zwingend erforderlich.

Information der Anrufer: Anrufer müssen zu Beginn des Gesprächs darüber informiert werden, dass sie mit einem KI-gestützten System sprechen, und — sofern Gespräche aufgezeichnet werden — auch über die Aufzeichnung. Diese Information muss aktiv und verständlich erfolgen, nicht nur im Kleingedruckten der Website.

Aufzeichnung von Gesprächen: Ob und wie Gespräche gespeichert werden, ist datenschutzrechtlich relevant. Wird auf Aufzeichnung verzichtet und werden nur strukturierte Datenpunkte übertragen, reduziert sich das Risiko erheblich. Die Entscheidung sollte mit dem Datenschutzbeauftragten der Praxis abgestimmt werden.

Besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO: Angaben zu Schmerzen, Erkrankungen oder Behandlungen sind Gesundheitsdaten. Die Verarbeitung dieser Daten erfordert eine ausdrückliche Rechtsgrundlage — in der Regel die Einwilligung oder die Erforderlichkeit zur Vertragserfüllung (Behandlungsvertrag). Praxen sollten dies rechtlich prüfen lassen.

Berufsrechtliche Schweigepflicht: Zahnärzte und ihr Personal unterliegen der Schweigepflicht. Beim Einsatz eines externen KI-Dienstes ist zu prüfen, ob und wie diese Pflicht auf den technischen Dienstleister übertragbar ist und welche vertraglichen Regelungen erforderlich sind.

Diese Punkte sind keine abschließende Rechtsauskunft — sie zeigen, welche Fragen vor dem Go-live gemeinsam mit einem Datenschutzbeauftragten und ggf. einem Rechtsberater beantwortet werden sollten. Die Datenschutzanforderungen bei der Online-Terminbuchung in Arztpraxen berühren ähnliche Grundfragen und können als Ausgangspunkt dienen.

Datensparsamkeit als Designprinzip: Je weniger sensible Informationen Fonio erfasst, desto geringer ist das Risiko. In vielen Zahnarztpraxen reicht es, das Anliegen zu kategorisieren und einen Rückrufwunsch aufzunehmen — ohne vollständige Symptombeschreibung im System. Diese Abwägung trifft die Praxis bei der Konfiguration.


Grenzen der Telefon-KI: Wann Menschen übernehmen müssen

Eine Telefon-KI in der Zahnarztpraxis ist kein Ersatz für qualifiziertes Personal — sie ist ein Filter, der sicherstellt, dass die richtigen Anliegen mit vollständigen Informationen beim richtigen Menschen landen.

Es gibt Situationen, in denen die Übergabe an einen Menschen nicht optional, sondern zwingend ist:

  • Akute Notfälle mit erkennbaren Risikozeichen — starke Schwellung, Kieferklemme, mögliche allergische Reaktion: Fonio sollte so konfiguriert sein, dass er in solchen Fällen unverzüglich auf einen Notfallrückruf oder den Notruf hinweist und das Gespräch priorisiert weiterleitet.
  • Verunsicherte oder emotional belastete Anrufer, die Orientierung brauchen, nicht nur einen Termin.
  • Komplexe Behandlungs- oder Kostenfragen, die individuelle Beratung erfordern.
  • Anrufer, die ausdrücklich mit einem Menschen sprechen möchten — dieser Wunsch muss jederzeit respektiert werden.

Fonio kann so konfiguriert werden, dass er bei bestimmten Signalwörtern oder auf expliziten Wunsch direkt an eine Weiterleitung oder einen Rückrufprozess übergibt. Wie und wann diese Übergabe ausgelöst wird, definiert die Praxis — nicht die KI.

Einen guten Überblick über die Übergabelogik zwischen KI-Assistent und menschlichem Team gibt der Artikel zu Telefon-KI-Übergabe: Mitarbeiter mit Kontext einbinden.


Integration in die Praxisumgebung: Was technisch möglich ist

Fonio lässt sich über Webhooks und eine API mit anderen Systemen verbinden. Für Zahnarztpraxen bedeutet das: Die erfassten Anrufangaben müssen nicht manuell übertragen werden — sie können direkt in vorhandene Workflows eingespielt werden.

Mögliche Verbindungspunkte:

IntegrationszielWas Fonio übertragen kann
Kalender / BuchungssystemTerminwunsch, bevorzugte Zeiten, Anliegen
Aufgabenliste / Rückruf-QueueName, Telefonnummer, Anliegen, Priorität
Praxissoftware (generisch)Strukturierte Datenpunkte per Webhook
E-Mail / interne KommunikationZusammenfassung des Gesprächs als strukturierte Nachricht

Zur Praxissoftware: Fonio verfügt über offene Schnittstellen — ob eine direkte Integration mit einer bestimmten Zahnarztpraxis-Software technisch umsetzbar ist, hängt von den verfügbaren Schnittstellen der jeweiligen Software ab. Kompatibilität mit einzelnen Herstellern kann nicht pauschal zugesagt werden. SW Business Solutions prüft im Rahmen der Einrichtung, welche Anbindung technisch sinnvoll und umsetzbar ist.

Einen tieferen Einblick in Fonio-Schnittstellen und deren Aufbau bietet der Artikel zu Fonio API und Webhooks.


Telefonanlage und Erreichbarkeit: Das Zusammenspiel mit bestehender Infrastruktur

Fonio arbeitet nicht als Ersatz für eine Telefonanlage, sondern als vorgeschaltete Schicht. In der Praxis bedeutet das: Anrufe, die nicht sofort von einer ZFA angenommen werden können, gehen an Fonio — entweder bei Besetzung aller Leitungen, außerhalb der Öffnungszeiten oder zu definierten Zeiten (z. B. Mittagspause).

Für Praxen, die bereits eine IP-Telefonanlage oder eine Cloud-Telefonanlage betreiben, ist die Einbindung über eine Rufumleitung oder SIP-Weiterleitung in der Regel unkompliziert möglich. Für Praxen, die noch mit klassischen Analogleitungen arbeiten, ist vorab eine Bestandsaufnahme der Telefoninfrastruktur sinnvoll.

Wer mehr über das Zusammenspiel von Fonio mit einer 3CX-Anlage erfahren möchte — einer weit verbreiteten Lösung im Praxisbereich — findet Details im Artikel Fonio mit 3CX verbinden.


Aufwand und Voraussetzungen: Was die Einrichtung erfordert

Eine Telefon-KI funktioniert nicht „out of the box" ohne Konfiguration — zumindest nicht auf dem Niveau, das für eine Zahnarztpraxis sinnvoll ist. Der entscheidende Aufwand liegt in der Vorbereitung:

Wissensbasis aufbauen: Was soll Fonio wissen? Öffnungszeiten, Leistungsspektrum, Informationen zu Kassenvs. Privatpatienten, Standardantworten zu häufigen Fragen. Diese Basis muss von der Praxis bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert werden.

Gesprächsleitfaden definieren: Welche Fragen stellt Fonio bei welchen Anliegen? Welche Schwellenwerte lösen eine Sofortpriorität aus? Dieser Leitfaden ist das Herzstück der Einrichtung.

Übergabeprozesse klären: Wo landen die erfassten Angaben? Wer ruft zurück? Bis wann? Ohne definierte Rückrufprozesse auf der menschlichen Seite nützt der beste KI-Assistent wenig.

Technische Anbindung: Rufweiterleitung einrichten, Webhooks konfigurieren, Kalender oder Aufgabensystem anbinden.

Datenschutzrechtliche Vorbereitung: AVV abschließen, Datenschutzerklärung und Aufklärung der Anrufer anpassen, ggf. Datenschutzbeauftragten einbinden.

SW Business Solutions begleitet Zahnarztpraxen durch diesen Prozess: von der Analyse der häufigsten Anruftypen über die Konfiguration des Gesprächsleitfadens bis zur technischen Integration. Die Einrichtung durch erfahrene Begleitung reduziert Fehlkonfigurationen und spart langfristig Zeit.


Wann eine Telefon-KI in der Zahnarztpraxis sinnvoll ist — und wann nicht

Nicht jede Praxis braucht sofort eine vollständige KI-Lösung. Eine ehrliche Einschätzung:

Fonio lohnt sich eher, wenn:

  • Die Praxis täglich mehrere Anrufe verpasst oder nicht zeitnah beantwortet.
  • Das Team regelmäßig zwischen Behandlung und Telefon wechselt, was zu Fehlern oder Frustration führt.
  • Rückrufinformationen unvollständig erfasst werden und Anrufe verloren gehen.
  • Die Praxis außerhalb der Öffnungszeiten viele Nachrichten auf der Mailbox hat, die nicht systematisch abgearbeitet werden.
  • Recall-Kampagnen viele eingehende Anrufe gleichzeitig auslösen.

Fonio lohnt sich weniger oder noch nicht, wenn:

  • Das Anrufvolumen so gering ist, dass eine einfache Mailbox mit klarem Rückrufprozess ausreicht.
  • Die vorhandene Telefoninfrastruktur noch kein digitales Routing erlaubt und eine Aufrüstung nicht geplant ist.
  • Die Praxis keine klaren Rückrufprozesse auf der menschlichen Seite hat — dann hilft mehr Eingangstruktur ohne Ausgangsprozess wenig.

Der Artikel zu KI-Telefonassistenten für Arztpraxen behandelt viele dieser Abwägungen auch für das allgemeinmedizinische Umfeld — als Gegenlese für Praxisinhaber, die sich einen breiteren Überblick verschaffen möchten.


Partnerhinweis und nächster Schritt

SW Business Solutions ist Fonio-Partner. Wenn Sie über den folgenden Link ein kostenpflichtiges Angebot bei Fonio abschließen, kann SW Business Solutions eine Provision erhalten. Dieser Hinweis steht hier, weil Transparenz für uns keine Formalie ist.

Fonio jetzt mit einem zahnarztspezifischen Fall testen: → Zur kostenlosen Fonio-Demo — richten Sie einen Testfall aus Ihrer eigenen Praxis ein und erfahren Sie, wie der Assistent auf typische Zahnarztanfragen reagiert.

Gutscheincode

Fonio-Gutscheincode per E-Mail

Persönlichen Fonio-Gutscheincode für den Erstkauf kostenlos per E-Mail anfordern.

Ohne Code direkt bei Fonio starten

Werbung: SW Business Solutions ist Fonio-Partner und kann bei einem Abschluss eine Provision erhalten.

Einrichtung und Integration durch SW Business Solutions: Wenn Sie Fonio nicht nur testen, sondern gezielt für Ihre Praxis einrichten und an Ihre vorhandene Software anbinden lassen möchten, übernehmen wir das. Von der Analyse Ihrer Anruftypen über den Gesprächsleitfaden bis zur technischen Integration — alles aus einer Hand.

→ Fonio einrichten und integrieren lassen

Für Zahnarztpraxen, die sich zunächst einen Überblick über Patientenkommunikation und Telefonie verschaffen möchten, stehen auf der Branchenlösungsseite weitere Informationen bereit.

Telefon-KI
Zahnarztpraxis
Fonio
Patientenkommunikation
Praxisdigitalisierung
Anrufmanagement

Häufige Fragen

Kann Fonio eigenständig entscheiden, ob ein Schmerzpatient sofort behandelt werden muss?
Nein. Fonio stellt die von der Praxis definierten Fragen und gibt die Antworten strukturiert weiter — die Einschätzung, ob ein Same-Day-Termin oder eine sofortige Behandlung notwendig ist, trifft immer ein Mensch im Praxisteam. Die KI liefert die Grundlage, keine medizinische Entscheidung.
Ist der Einsatz einer Telefon-KI in der Zahnarztpraxis datenschutzrechtlich zulässig?
Grundsätzlich ja, aber mit Voraussetzungen: Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Anbieter ist zwingend erforderlich. Anrufer müssen zu Beginn des Gesprächs über den KI-Einsatz informiert werden. Da Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO besonders schützenswert sind, sollte die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung mit einem Datenschutzbeauftragten und ggf. einem Rechtsberater abgestimmt werden.
Kann Fonio Termine direkt in die Praxisverwaltungssoftware eintragen?
Fonio verfügt über offene Schnittstellen (Webhooks, API) und kann Daten strukturiert übertragen. Ob eine direkte Integration mit einer bestimmten Praxissoftware möglich ist, hängt von den Schnittstellen der jeweiligen Software ab. SW Business Solutions prüft im Rahmen der Einrichtung, welche Anbindung technisch sinnvoll umsetzbar ist.
Was passiert mit Anrufern, die ausdrücklich mit einem Menschen sprechen möchten?
Fonio kann so konfiguriert werden, dass ein Anrufer auf expliziten Wunsch jederzeit an eine menschliche Weiterleitung oder in einen Rückrufprozess übergeben wird. Dieser Wunsch muss technisch und organisatorisch immer respektiert werden.
Wie lange dauert die Einrichtung von Fonio für eine Zahnarztpraxis?
Das hängt von der Komplexität der Praxisprozesse und der gewünschten Integration ab. Eine einfache Einrichtung mit Standard-Anruftypen und E-Mail-Weiterleitung ist in wenigen Tagen möglich. Eine vollständige Integration mit Kalenderanbindung und Webhook-Anbindung an Praxissoftware erfordert mehr Vorlaufzeit für Analyse, Konfiguration und Tests.
Kann Fonio auch außerhalb der Öffnungszeiten eingesetzt werden?
Ja. Fonio lässt sich für definierte Zeitfenster konfigurieren — zum Beispiel nur außerhalb der Sprechzeiten, während der Mittagspause oder bei Leitungsbesetzung. Anrufe, die nach Feierabend eingehen, werden strukturiert erfasst und stehen dem Team am nächsten Morgen vollständig zur Verfügung.
Muss Fonio alle Anrufe annehmen, oder kann ich festlegen, welche Anliegen die KI bearbeitet?
Die Konfiguration liegt bei der Praxis. Es ist möglich, Fonio nur für bestimmte Anrufszenarien (z. B. außerhalb der Öffnungszeiten oder bei Leitungsbesetzung) aktiv zu schalten und für andere Zeitfenster den Standardbetrieb beizubehalten.
Eignet sich Fonio auch für zahnärztliche MVZ mit mehreren Standorten?
Ja, grundsätzlich. Bei mehreren Standorten mit unterschiedlichen Teams, Öffnungszeiten und Softwaresystemen steigt der Konfigurationsaufwand. SW Business Solutions analysiert den standortübergreifenden Bedarf und richtet die Rufweiterleitung, Gesprächsleitfäden und Übergabeprozesse für jeden Standort individuell ein.
Was kostet Fonio und gibt es einen Rabatt für den Erstkauf?
Fonio-Tarife und aktuelle Preise finden Sie direkt auf der Fonio-Website. Den Gutscheincode für 10 Prozent auf den Erstkauf erhalten Sie per E-Mail, wenn Sie das Formular in diesem Artikel ausfüllen. Ob und wie er angewendet wird, zeigt der Fonio-Checkout vor dem Abschluss.
Kann Fonio Recall-Anrufer direkt einen Prophylaxe-Termin buchen lassen?
Ja, wenn eine Kalenderanbindung konfiguriert ist. Fonio kann Terminwünsche aufnehmen, bevorzugte Zeiten abfragen und in einen verknüpften Kalender übertragen. Ob das mit dem Kalender Ihrer Praxissoftware funktioniert, hängt von der verfügbaren Schnittstelle ab und wird bei der Einrichtung geprüft.

Verwendete Technologien

Artikel teilen

LinkedInWhatsApp