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Telefon-KI

Fonio mit Salon-Software verbinden: Dienstleistungskatalog, Mitarbeiterverfügbarkeit und Terminausfälle vermeiden

Steven Weißheimer1. November 202611 Min. Lesezeit
Fonio mit Salon-Software verbinden: Dienstleistungskatalog, Mitarbeiterverfügbarkeit und Terminausfälle vermeiden

Fonio mit Salon-Software verbinden: Dienstleistungsdauer, Pufferzeiten, Mitarbeiterverfügbarkeit und Warteliste per Telefon-KI – so geht die Integration.

Es ist Dienstagvormittag, das Team ist ausgelastet, und das Telefon klingelt im Zehnminutentakt. Jede Mitarbeiterin, die abnimmt, unterbricht eine Behandlung. Jeder Anruf, der ins Leere läuft, ist ein potenzieller Termin, der woanders gebucht wird. Und am Ende des Tages zeigt die Salon-Software drei Lücken im Kalender — darunter zwei Absagen, von denen das Team erst bei der Bestätigung erfahren hat, eine Stunde vorher.

Genau hier setzt die Verbindung zwischen Fonio als KI-Telefonassistent und einer Salon-Software an. Nicht als Ersatz für das Team, sondern als strukturierter Empfang für jeden Anruf, der zu einem Buchungsvorgang gehört: Termin anfragen, bestätigen, erinnern, Absage aufnehmen, Warteliste informieren.

Dieser Artikel erklärt die salonspezifische Logik dahinter: Wie ein Dienstleistungskatalog mit Dauer und Pufferzeiten abgebildet wird, wie Mitarbeiterverfügbarkeit bei der Buchung berücksichtigt werden kann, welche Integrationsarchitektur sinnvoll ist — und wo die Grenzen des Ansatzes klar liegen.


Warum ein Salon andere Anforderungen stellt als ein normaler Terminkalender

Ein Friseursalon oder Kosmetikstudio bucht keine einfachen Zeitfenster. Jede Dienstleistung hat eine definierte Dauer — eine Coloration dauert anders als ein Herrenhaarschnitt, ein Facial anders als eine Waxing-Behandlung. Dazu kommen Pufferzeiten, die nach bestimmten Behandlungen eingeplant werden müssen (Einwirkzeit, Reinigung, Umbau). Und die entscheidende Einschränkung: Nicht jede Mitarbeiterin beherrscht jede Leistung.

Diese Kombination aus Leistungsdauer, Pufferzeit und Mitarbeiterzuordnung macht die Terminplanung eines Salons strukturell komplexer als einen einfachen Kalender mit Zeitslots. Das hat unmittelbare Folgen für die Verbindung mit einer Telefon-KI:

  • Die KI muss wissen, welche Dienstleistungen existieren und wie lange sie dauern.
  • Sie muss prüfen können, ob eine bestimmte Mitarbeiterin verfügbar ist — oder ob ein freier Slot bei einer anderen Person angeboten werden darf.
  • Bei Buchungsanfragen per Telefon muss das Ergebnis verlässlich in die Salon-Software übertragen werden, ohne dass das Team manuell nacherfasst.

Das Ziel ist kein autonomes Buchungssystem, das den gesamten Terminprozess übernimmt. Das Ziel ist ein strukturierter Eingang, der jeden Anruf mit den richtigen Informationen versieht und den Vorgang dort anlegt, wo das Team tatsächlich arbeitet.


Was Fonio im Salon-Kontext leisten kann — und was nicht

Fonio nimmt Anrufe entgegen, stellt gezielte Rückfragen, erfasst strukturierte Daten und gibt diese per Webhook oder API weiter. Das sind die Grundfähigkeiten, die für einen Salon-Anwendungsfall relevant sind.

Was Fonio übernehmen kann:

  • Anrufe außerhalb der Öffnungszeiten, bei Gesprächsbelegung oder wenn das Team gerade in einer Behandlung ist
  • Abfrage der gewünschten Dienstleistung, des Wunschmitarbeiters und eines bevorzugten Termins
  • Buchungsanfragen entgegennehmen und als Datensatz strukturiert weitergeben
  • Erinnerungsanrufe oder -nachrichten (je nach Konfiguration und Systemintegration)
  • Absagen und Umbuchungsanfragen entgegennehmen und als Aufgabe weitergeben
  • Wartelisten-Einträge anlegen, wenn kein Termin frei ist

Wo die Grenzen klar liegen:

Fonio ist kein Echtzeit-Buchungssystem. Es hat keinen nativen Lesezugriff auf den Kalender Ihrer Salon-Software, solange keine Schnittstelle eingerichtet ist. Das bedeutet: Ohne Integration kann Fonio keine Verfügbarkeiten in Echtzeit prüfen und keine verbindliche Buchung direkt in den Kalender schreiben.

Die Übergabe an einen Menschen bleibt in bestimmten Situationen notwendig — etwa wenn ein Anrufer sehr spezifische Anforderungen hat, die Gesprächsführung eskaliert oder die Anfrage außerhalb des abgebildeten Dienstleistungskatalogs liegt. Eine gut konfigurierte Telefon-KI-Übergabe an Mitarbeiter ist deshalb kein Systemfehler, sondern fester Bestandteil eines professionellen Setups.


Der Dienstleistungskatalog als Grundlage der Integration

Bevor irgendetwas technisch verbunden wird, muss der Dienstleistungskatalog klar definiert sein. Das ist die inhaltliche Grundlage, auf der die Telefon-KI arbeitet.

Ein strukturierter Katalog enthält mindestens:

LeistungDauerPufferzeitMögliche Mitarbeiter
Damenhaarschnitt45 Min.10 Min.Alle
Herrenhaarschnitt30 Min.5 Min.A, B, C
Coloration (komplett)120 Min.15 Min. (Einwirkzeit intern)A, C
Strähnchen90 Min.10 Min.A
Dauerwelle90 Min.10 Min.B, C
Gesichtsbehandlung60 Min.15 Min.D

Diese Tabelle ist kein IT-Artefakt, sie existiert implizit in jedem Salon. Die Integration macht sie explizit und maschinenlesbar. Fonio nutzt eine hinterlegte Wissensbasis, um bei der Buchungsanfrage die richtigen Rückfragen zu stellen: „Welche Leistung möchten Sie buchen?" — „Haben Sie eine Wunsch-Stylistin?" — „Welcher Tag und welche Uhrzeit wäre für Sie ideal?"

Die Antworten werden als strukturierte Variablen extrahiert und per Webhook weitergegeben. Wie diese Daten dann in die Salon-Software gelangen, hängt von der Integrationsarchitektur ab.


Drei Integrationsarchitekturen — welche passt?

Für die technische Verbindung zwischen Fonio und einer Salon-Software gibt es im Wesentlichen drei Wege. Welcher sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die eingesetzte Branchensoftware eine offene Schnittstelle anbietet und welchen Automatisierungsgrad der Betrieb braucht.

1. Fonio-Standardintegration (niedrigschwellig)

Fonio schreibt die erfassten Gesprächsdaten in eine E-Mail, ein Formular oder ein einfaches Notizfeld, das das Team dann manuell in die Salon-Software überträgt. Das ist technisch einfach, erzeugt aber einen Medienbruch. Bei niedrigem Anrufvolumen kann das funktionieren, bei wachsendem Betrieb wird die manuelle Nachbearbeitung zur Belastung.

2. Integration über n8n oder ähnliche Automatisierungsplattformen

Fonio sendet einen Webhook nach jedem Gespräch. n8n empfängt diesen Webhook, verarbeitet die Daten und schreibt sie in die Salon-Software — vorausgesetzt, diese bietet eine API oder zumindest einen Import-Endpunkt. Dieser Weg ist flexibel, erfordert aber Einrichtungsaufwand und laufende Pflege der Automatisierung. Für viele mittelgroße Salons ist das der praktischste Mittelweg zwischen Aufwand und Automatisierungsgrad.

Den detaillierten Vergleich zwischen diesen Optionen erklärt der Artikel Fonio-Standardintegration, n8n oder individuelles Backend.

3. Individuelle Backend-Integration

Ein eigenes Backend empfängt den Fonio-Webhook, prüft die Verfügbarkeit direkt in der Salon-Software über deren API und schreibt die Buchung oder Reservierungsanfrage zurück — alles in Echtzeit. Das ist der leistungsstärkste Weg, aber auch der aufwendigste. Er macht Sinn, wenn die Salon-Software eine vollständige API anbietet und der Betrieb ein hohes Anrufvolumen hat.

Wichtig: Nicht jede am Markt verfügbare Salon-Software bietet eine offene REST-Schnittstelle. Vor der Planung einer Integration muss geprüft werden, welche Schnittstellen die konkrete Software tatsächlich bereitstellt. Mehr zu den Grundlagen solcher Verbindungen erklärt der Artikel zu Fonio API und Webhooks.

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Buchungsanfrage oder verbindliche Buchung — ein wichtiger Unterschied

Im Salon-Kontext ist die Unterscheidung zwischen Buchungsanfrage und verbindlicher Buchung entscheidend.

Eine verbindliche Buchung setzt voraus, dass Fonio in Echtzeit den Kalender lesen, einen freien Slot identifizieren und diesen sofort blockieren kann. Das erfordert eine Echtzeit-API-Verbindung zur Salon-Software.

Eine Reservierungsanfrage ist einfacher: Fonio erfasst Wunschtermin, Leistung und Kontaktdaten, legt einen Datensatz an und das Team bestätigt den Termin — entweder manuell oder durch eine automatisierte Bestätigungsnachricht, die das Backend auslöst. Für viele Salons ist dieses Modell der realistischere Einstieg, weil es weniger technische Voraussetzungen an die Salon-Software stellt.

Hypothetisches Beispiel: Ein Salon mit fünf Mitarbeiterinnen und einer Salon-Software, die Webhooks empfangen kann, konfiguriert Fonio so, dass außerhalb der Öffnungszeiten alle Buchungsanrufe als strukturierte Reservierungsanfragen erfasst werden. Morgens findet das Team in seiner Software eine Liste offener Anfragen mit Leistung, Wunschmitarbeiterin und Wunschtermin — und bestätigt oder schlägt Alternativen vor. Der Anrufer erhält automatisch eine SMS oder E-Mail. Kein Anruf geht verloren, kein Termin wird manuell im Gedächtnis behalten.


Bestätigung, Erinnerung und Warteliste als Teil des Prozesses

Die Terminerinnerung ist einer der wirkungsvollsten Hebel gegen Terminausfälle im Salon. Sie reduziert No-Shows, ohne dass das Team aktiv nachfassen muss.

Fonio kann — je nach Konfiguration und Systemintegration — Erinnerungsanrufe oder -nachrichten auslösen. Dabei gibt es zwei Szenarien:

Erinnerung über die Salon-Software: Viele Salon-Softwaresysteme bieten bereits eingebaute Erinnerungsfunktionen per SMS oder E-Mail. Wenn die Buchung korrekt in die Software übertragen wurde, übernimmt das System diese Funktion. Dann braucht Fonio keine eigene Erinnerungslogik.

Erinnerung über Fonio: Wenn die Salon-Software diese Funktion nicht bietet oder Anrufe als Erinnerungskanal bevorzugt werden, kann Fonio so konfiguriert werden, dass es einen Erinnerungsanruf platziert. Das Backend löst den Anruf zum definierten Zeitpunkt aus, Fonio führt das Gespräch, erfasst eine Bestätigung oder Absage und schreibt das Ergebnis zurück.

Warteliste bei Absagen

Wenn ein Termin abgesagt wird, entsteht eine Lücke im Kalender. Wartelisten schließen diese Lücke — aber nur, wenn der Prozess automatisiert ist. Manuell funktioniert das selten zuverlässig.

Ein automatisierter Wartelistenprozess sieht so aus:

  1. Anrufer, der keinen freien Termin findet, wird auf die Warteliste gesetzt (Fonio erfasst Leistung, bevorzugte Zeit, Kontakt).
  2. Wenn eine Absage eingeht, löst das Backend automatisch eine Anfrage an den ersten passenden Wartelistenkandidaten aus.
  3. Der Wartelistenkandidat erhält einen Anruf oder eine Nachricht und kann den Termin bestätigen oder ablehnen.
  4. Bestätigung wird in die Salon-Software geschrieben, Kalenderlücke ist geschlossen.

Dieser Prozess ist technisch umsetzbar, erfordert aber eine vollständige Integration zwischen Fonio, dem Backend und der Salon-Software.


Datenschutz: Was vor dem Go-live geprüft werden muss

Jede Telefon-KI verarbeitet personenbezogene Daten — Name, Telefonnummer, gebuchte Leistung, Mitarbeiterwunsch. Im Salon-Kontext kommt hinzu, dass Gesundheits- und Körperdaten (z. B. bei bestimmten Kosmetikbehandlungen) unter Umständen als besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO einzustufen sein können. Das ist vor dem Betrieb rechtlich zu prüfen.

Folgende Punkte sind als Anforderungen zu behandeln, nicht als optionale Überlegungen:

  • Auftragsverarbeitung: Fonio verarbeitet Gesprächsdaten im Auftrag des Salons. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist erforderlich.
  • Information der Anrufer: Anrufer müssen zu Beginn des Gesprächs darüber informiert werden, dass sie mit einem KI-Assistenten sprechen. Das ist sowohl aus datenschutzrechtlicher als auch aus Transparenzperspektive notwendig.
  • Gesprächsaufzeichnung: Wenn Gespräche aufgezeichnet werden (z. B. zur Qualitätskontrolle), ist eine explizite Einwilligung oder eine andere Rechtsgrundlage erforderlich. Die Konfiguration von Fonio sollte entsprechend gestaltet sein.
  • Datenspeicherung: Welche Daten Fonio speichert, wie lange und wo, muss dokumentiert sein.

Einen tieferen Blick in die datenschutzrechtlichen Anforderungen bietet der Artikel Fonio Datenschutz: Telefon-KI DSGVO-konform planen und betreiben.


Wann die Übergabe an einen Menschen notwendig ist

Die Telefon-KI ist kein vollwertiger Ersatz für das Gespräch zwischen Mensch und Mensch. Es gibt Situationen, in denen die Übergabe an eine Mitarbeiterin nicht nur sinnvoll, sondern notwendig ist:

  • Der Anrufer ist sichtlich aufgewühlt oder in einer Beschwerdesituation
  • Die Anfrage betrifft eine Leistung, die nicht im Katalog abgebildet ist
  • Es gibt eine Unklarheit über Preise oder Konditionen, die die KI nicht auflösen kann
  • Der Anrufer möchte ausdrücklich mit einer Person sprechen

Ein sauber konfiguriertes Fonio-Setup enthält eine klare Übergabebedingung: Wenn die KI die Anfrage nicht vollständig bearbeiten kann oder der Anrufer eine Übergabe wünscht, leitet sie den Anruf an eine verfügbare Mitarbeiterin weiter — oder nimmt eine Rückrufbitte auf, wenn niemand erreichbar ist.

Die Fallback-Logik ist kein Randthema. Sie entscheidet darüber, ob das System im Alltag zuverlässig funktioniert oder ob Anrufer in unproduktive Schleifen geraten.


Praxisbeispiel (hypothetisch): Salon mit fünf Plätzen und wechselnden Öffnungszeiten

Zur Veranschaulichung — kein realer Kunde, kein gemessener Wert.

Stellen Sie sich einen Salon mit fünf Arbeitsplätzen vor, der montags und freitags verkürzte Öffnungszeiten hat und samstags besonders viele Buchungsanrufe erhält. Das Team nimmt samstags kaum Anrufe an — die Kapazität ist vollständig mit Behandlungen belegt.

Ausgangsproblem: Anrufe samstags landen häufig auf dem Anrufbeantworter. Rückrufe kommen teilweise erst montags, zu diesem Zeitpunkt haben viele Anrufer bereits woanders gebucht.

Konfiguriertes Szenario: Fonio übernimmt alle eingehenden Anrufe, wenn das Team belegt ist (Parallelbelegung). Es fragt nach der gewünschten Leistung, der Wunschmitarbeiterin und zwei bevorzugten Terminalternativen. Der Datensatz gelangt per Webhook in ein n8n-Workflow, der einen strukturierten Eintrag in der Salon-Software anlegt und dem Anrufer per SMS bestätigt, dass die Anfrage eingegangen ist.

Montags morgens findet das Team eine vollständige Liste der Samstagsanfragen mit allen relevanten Informationen — ohne einen einzigen manuellen Rückruf, der aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden müsste.

Was dabei offen bleibt: Die Verfügbarkeitsprüfung in Echtzeit ist in diesem Szenario nicht enthalten. Das Team muss prüfen, ob der Wunschtermin tatsächlich frei ist, und ggf. Alternativen vorschlagen. Das ist kein Fehler des Systems, sondern die realistisch erreichbare Stufe ohne vollständige Echtzeit-API-Integration.


Was die Integration kostet — und wann sie sich nicht lohnt

Die Kosten einer Fonio-Integration im Salon-Kontext setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen:

Einmaliger Aufwand:

  • Konzeption des Dienstleistungskatalogs und der Gesprächslogik
  • Einrichtung und Test von Fonio (Prompt, Wissensbasis, Variablen)
  • Entwicklung oder Konfiguration der Schnittstelle zur Salon-Software
  • Datenschutzprüfung und Dokumentation

Laufender Aufwand:

  • Fonio-Lizenz (Minutenverbrauch je nach Anrufvolumen)
  • Pflege der Wissensbasis (wenn Leistungen oder Mitarbeiter wechseln)
  • Monitoring und Fehlerbehebung bei technischen Änderungen der Salon-Software

Wann die Integration nicht sinnvoll ist:

  • Wenn das Anrufvolumen so gering ist, dass manuelle Nachbearbeitung kein relevantes Problem darstellt
  • Wenn die eingesetzte Salon-Software keine API oder Webhook-Unterstützung bietet und kein Migrationswille besteht
  • Wenn das Team ohnehin immer erreichbar ist und keine Lücken im Empfang entstehen

Ein Salon mit einem Behandlungsplatz und konstanter Erreichbarkeit durch eine Person braucht keine Telefon-KI. Ein Salon mit vier oder mehr Plätzen, wechselnden Öffnungszeiten und regelmäßigen Buchungsanrufen außerhalb der Behandlungszeiten hat dagegen einen konkreten Anwendungsfall.


Abgrenzung zu anderen Fonio-Artikeln dieser Serie

Dieser Artikel behandelt ausschließlich die salonspezifische Logik: Dienstleistungskatalog mit Dauer und Pufferzeiten, Mitarbeiterzuordnung, Buchungs- versus Reservierungsanfrage, Bestätigung, Erinnerung und Warteliste.

Für allgemeine Fragen zur Terminbuchung per Fonio — ohne Branchenspezifik — empfiehlt sich der Artikel Fonio Terminbuchung: Termine per Telefon-KI verbindlich planen.

Die Branchenperspektive für Friseure und Kosmetikstudios im Überblick behandelt der Serien-Artikel Fonio für Friseure und Kosmetikstudios: Telefon-KI für Terminbuchung und Absagen.

Die technischen Grundlagen für Schnittstellen, Webhooks und individuelle Backends liefert der Artikel Fonio API und Webhooks.


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Häufige Fragen

Kann Fonio direkt in jede Salon-Software buchen?
Nein. Fonio benötigt eine Schnittstelle zur Salon-Software, um Daten direkt einzutragen. Ob das möglich ist, hängt davon ab, ob die eingesetzte Software eine API oder Webhook-Unterstützung bietet. Nicht alle am Markt verfügbaren Salon-Softwaresysteme bieten eine offene Schnittstelle. Ohne Integration kann Fonio Buchungsanfragen erfassen und als strukturierten Datensatz weitergeben, aber nicht eigenständig in den Kalender schreiben.
Was ist der Unterschied zwischen einer Buchungsanfrage und einer verbindlichen Buchung über Fonio?
Eine verbindliche Buchung setzt voraus, dass Fonio den Kalender in Echtzeit lesen und einen Slot sofort blockieren kann — das erfordert eine Echtzeit-API-Verbindung. Eine Reservierungsanfrage bedeutet, dass Fonio Leistung, Wunschmitarbeiter und bevorzugten Termin erfasst und diese Daten weitergibt. Das Team oder ein automatisiertes Backend bestätigt anschließend den Termin. Für viele Salons ist das Reservierungsanfrage-Modell der realistischere Einstieg.
Wie wird sichergestellt, dass Anrufer wissen, dass sie mit einer KI sprechen?
Fonio muss so konfiguriert werden, dass der Assistent sich zu Beginn des Gesprächs als KI-Assistent vorstellt. Das ist sowohl aus Transparenzgründen als auch aus datenschutzrechtlicher Sicht erforderlich. Ein Salon, der Fonio einsetzt, ist dafür verantwortlich, diese Information korrekt in den Gesprächsstart einzubauen.
Wie behandelt Fonio Pufferzeiten zwischen Behandlungen?
Fonio selbst kennt keine Kalenderlogik. Die Pufferzeiten müssen entweder direkt in der Salon-Software hinterlegt sein (was die meisten Systeme ermöglichen) oder beim Aufbau des Dienstleistungskatalogs in der Wissensbasis von Fonio berücksichtigt werden. Wenn Fonio einen Wunschtermin erfasst und weitergibt, muss das Backend oder das Team sicherstellen, dass Pufferzeiten bei der tatsächlichen Einplanung eingehalten werden.
Was passiert, wenn kein freier Termin verfügbar ist?
Fonio kann so konfiguriert werden, dass Anrufer in diesem Fall auf eine Warteliste gesetzt werden. Die KI erfasst Leistung, bevorzugte Zeit und Kontaktdaten. Wenn eine Absage eingeht und ein passender Termin frei wird, kann ein automatisierter Prozess den ersten geeigneten Wartelistenkandidaten kontaktieren. Dafür ist eine Integration zwischen Fonio, einem Backend und der Salon-Software erforderlich.
Welche datenschutzrechtlichen Anforderungen gelten beim Einsatz von Fonio im Salon?
Mindestens ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Fonio ist erforderlich. Anrufer müssen informiert werden, dass sie mit einer KI sprechen. Falls Gespräche aufgezeichnet werden, braucht es eine Rechtsgrundlage oder Einwilligung. Wenn die Leistungen besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO berühren (z. B. bei bestimmten Kosmetikbehandlungen), sind zusätzliche Schutzmaßnahmen zu prüfen. Eine Rechtsberatung durch einen Datenschutzexperten wird empfohlen.
Wann sollte Fonio an eine menschliche Mitarbeiterin übergeben?
Fonio sollte an einen Menschen übergeben, wenn der Anrufer ausdrücklich darum bittet, wenn die Anfrage außerhalb des abgebildeten Dienstleistungskatalogs liegt, wenn eine Beschwerdesituation vorliegt oder wenn die KI die Anfrage nicht klar zuordnen kann. Ein sauber konfiguriertes Setup enthält immer eine klare Übergabebedingung und einen Fallback-Prozess für den Fall, dass niemand erreichbar ist.
Für welche Salongrößen lohnt sich eine Fonio-Integration?
Eine Integration lohnt sich vor allem für Salons, bei denen regelmäßig Anrufe eingehen, wenn das Team in Behandlungen ist, außerhalb der Öffnungszeiten oder samstags. Das ist typischerweise ab drei bis vier Behandlungsplätzen der Fall. Salons mit einem Platz und konstanter persönlicher Erreichbarkeit haben keinen relevanten Anwendungsfall für eine Telefon-KI.
Wie wird der Dienstleistungskatalog in Fonio hinterlegt?
Der Dienstleistungskatalog wird als Teil der Wissensbasis und der Gesprächslogik (Prompt) von Fonio konfiguriert. Fonio kennt die Leistungen, kann danach fragen und die Antwort als strukturierte Variable extrahieren. Der Katalog muss aktuell gehalten werden — wenn neue Leistungen oder Mitarbeiter hinzukommen oder wegfallen, muss die Wissensbasis entsprechend angepasst werden.
Kann Fonio auch Terminerinnerungen an Kunden senden?
Ja, prinzipiell. Wenn Fonio mit einem Backend verbunden ist, kann das Backend Erinnerungsanrufe zu einem definierten Zeitpunkt vor dem Termin auslösen, die Fonio dann führt. Alternativ nutzen viele Salons die eingebauten Erinnerungsfunktionen ihrer Salon-Software, sobald die Buchung korrekt eingetragen ist. Welche Variante sinnvoller ist, hängt von den Möglichkeiten der eingesetzten Salon-Software ab.

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