← Zurück zum Blog
IT-Systemhaus

Windows-11-Rollout planen: Wartungsfenster, Verteilung und Rückfallplan für KMU

Steven Weißheimer26. Oktober 202611 Min. Lesezeit
Windows-11-Rollout planen: Wartungsfenster, Verteilung und Rückfallplan für KMU

Windows-11-Rollout im Unternehmen planen: Pilotphase, Wartungsfenster, gestaffelte Verteilung und Rückfallplan – so gelingt der Umstieg ohne

Windows-11-Rollout planen: Wartungsfenster, Verteilung und Rückfallplan für KMU

Die IT-Administratorin eines mittelständischen Logistikunternehmens bemerkt es meist erst dann: Ein Mitarbeiter beschwert sich, dass sein Rechner nach einem automatischen Update über Nacht nicht mehr startet. Die Buchhaltungssoftware zeigt Fehlermeldungen, der Drucker reagiert nicht mehr, und die Kollegin daneben hat noch das alte Betriebssystem – mit identischer Hardware, aber anderen Einstellungen. Genau das passiert, wenn ein Betriebssystem-Upgrade ohne Planung ausgerollt wird.

Beim Windows-11-Rollout planen geht es für Unternehmen nicht um Technik allein. Es geht darum, wer wann upgradet, was passiert, wenn etwas schiefläuft, und wie der laufende Betrieb währenddessen geschützt bleibt. Dieser Artikel zeigt, wie ein geordneter Rollout in der Praxis aussieht – von der Pilotgruppe bis zum Rückfallplan.


Warum das Thema jetzt dringlicher wird

Für Betriebe, die noch auf Windows 10/11 Version 23H2 unterwegs sind, gilt ein konkreter Termin: Die Enterprise- und Education-Editionen von Windows 11 Version 23H2 erhalten laut Microsoft-Release-Health-Seite ab dem 10. November 2026 keine monatlichen Sicherheitsupdates mehr. Die Microsoft-Lifecycle-Seite nennt als genaues Enddatum den 11.11.2026, 6:59:59 Uhr Pacific Time – was im deutschen Kontext bedeutet, dass der November-Patchday 2026 das letzte reguläre Update für diese Version ist. Betroffen sind die Editionen Education, Enterprise und Enterprise Multi-Session.

Zum Vergleich: Die Home- und Pro-Editionen dieser Version haben ihr Supportende bereits am 11. November 2025 erreicht. Enterprise-Kunden bekamen ein Jahr mehr – aber auch dieses Jahr läuft nun ab.

Weiterhin unterstützte Windows-11-Versionen für Enterprise/Education sind aktuell:

VersionSupport-Ende (Enterprise/Education)
24H213.10.2027
25H211.10.2028
26H114.03.2029
26H2 (auch: „Windows 11 2026 Update")09.10.2029

Microsoft empfiehlt auf der Release-Health-Seite ausdrücklich, berechtigte Geräte auf eine weiterhin unterstützte Windows-11-Version zu aktualisieren. Welche Version das bevorzugt sein soll, lässt Microsoft offen – das Release-Health-Dokument nennt nur „eine unterstützte Version". Ob nach dem 10.11.2026 kostenpflichtige Extended Security Updates (ESU) für 23H2 Enterprise/Education angeboten werden, ist in diesem Zusammenhang nicht durch eine Microsoft-Primärquelle belegt. Dieser Punkt sollte intern geprüft werden, bevor er als Rückfallstrategie eingeplant wird.

Was klar ist: Betriebe, die noch auf 23H2 laufen, haben einen definierten Termin vor sich. Wer das Upgrade bis dahin nicht organisiert hat, betreibt produktive Rechner ohne Sicherheitsupdates – und das ist aus IT-Sicherheitssicht keine vertretbare Dauerposition.


Der häufige Fehler: Upgrade ohne Plan

Viele mittlere Unternehmen unterschätzen, was ein ungeplanter Massen-Upgrade auslöst. Die interne IT denkt: „Wir aktivieren das Update, das läuft automatisch durch." In der Praxis ergeben sich dabei typische Probleme:

  • Treiberkonflikte: Drucker, Scanner oder spezialisierte Produktionsmaschinen kommunizieren nach dem Upgrade nicht mehr.
  • Anwendungskompatibilität: Ältere Fachanwendungen – etwa aus dem ERP- oder Buchhaltungsbereich – verhalten sich nach dem Upgrade anders oder starten nicht mehr.
  • Fehlende Rückfallmöglichkeit: Wer alle Geräte gleichzeitig upgradet, hat keinen Vergleichssystem mehr, auf das er im Problemfall zurückwechseln könnte.
  • Kapazitätsengpässe: Wenn 80 Geräte gleichzeitig die Update-Pakete laden, bricht das Netzwerk ein und Mitarbeiter können währenddessen nicht normal arbeiten.

Das ist kein theoretisches Szenario. Es sind die Situationen, aus denen Notfallanrufe bei externen IT-Dienstleistern entstehen – oft an einem Montagmorgen, wenn die Geschäftsführung fragt, warum die Hälfte der Belegschaft nicht arbeiten kann.

🛡️Kostenlos

Kostenloser IT-Sicherheits-Check

10 Fragen — Sicherheits-Score + KI-Bericht direkt per E-Mail.

  • Sicherheits-Score 0–100
  • Ihre kritischen Schwachstellen
  • Priorisierte Handlungsempfehlungen
  • KI-Bericht in Minuten
Schritt 1 von 310%

Wenige Fragen, persönlicher Bericht direkt per E-Mail.

Kostenlos · PDF-Bericht per E-Mail · Kein Spam


Was ein geordneter Rollout leisten muss

Ein geplanter Windows-11-Rollout verfolgt im Wesentlichen drei Ziele: Er schützt den laufenden Betrieb, er gibt der IT-Abteilung Kontrolle über Zeitpunkt und Geschwindigkeit des Upgrades, und er stellt sicher, dass ein Rückweg existiert, falls etwas schiefläuft.

Das klingt selbstverständlich. In der Praxis fehlen bei vielen KMU genau diese drei Dinge: eine definierte Reihenfolge, ein abgesichertes Zeitfenster und ein getesteter Rückfallplan. Die folgenden Abschnitte beschreiben, wie man das strukturiert aufbaut.


Phase 1: Bestandsaufnahme und Voraussetzungen klären

Bevor der erste Rechner upgradet wird, braucht es ein vollständiges Inventar. Das bedeutet:

Hardware-Eignung prüfen. Nicht jeder Rechner im Bestand ist für Windows 11 geeignet. Die Hardware-Anforderungen sind bekannt, wurden in diesem Zusammenhang aber nicht an einer Microsoft-Primärquelle verifiziert – wer sichergehen will, prüft die Geräte mit dem offiziellen PC Health Check Tool von Microsoft direkt gegen die aktuellen Systemvoraussetzungen. Geräte, die die Anforderungen nicht erfüllen, müssen entweder ausgetauscht oder separat betrachtet werden.

Softwareinventar anlegen. Welche Anwendungen laufen auf welchen Geräten, und sind diese Windows-11-kompatibel? Besonders relevant: Buchhaltungssoftware, ERP-Systeme, Branchenanwendungen und Treiber für Peripheriegeräte. Hersteller-Kompatibilitätslisten und ein Test in einer isolierten Umgebung sind hier zuverlässiger als Annahmen.

Geräte nach Kritikalität klassifizieren. Ein Vertriebsmitarbeiter, der nur mit Browser und Outlook arbeitet, ist ein anderes Risikomodell als eine Workstation in der Fertigungssteuerung. Diese Klassifizierung bestimmt direkt, wer zuerst upgradet und wer am längsten warten sollte.


Phase 2: Pilotgruppe definieren und testen

Die Pilotgruppe ist das Fundament eines kontrollierten Rollouts. Sie besteht aus einer kleinen Anzahl von Geräten – in der Praxis bewähren sich typischerweise 5 bis 15 Prozent des Gesamtbestandes, bei kleinen Unternehmen reichen manchmal 2 bis 5 Geräte – und deckt möglichst unterschiedliche Rollen, Gerätegenerationen und Anwendungsprofile ab.

Wen wählt man für die Pilotgruppe aus? Idealerweise technikaffine Mitarbeiter, die einen Fehler melden können, ohne dadurch ihren gesamten Arbeitstag zu verlieren. Produktionskritische Arbeitsplätze gehören nie in die erste Welle.

Was wird während der Pilotphase geprüft?

  • Starten alle genutzten Anwendungen nach dem Upgrade zuverlässig?
  • Funktionieren Drucker, Scanner und angebundene Peripheriegeräte?
  • Sind VPN-Verbindungen und Netzlaufwerke weiterhin erreichbar?
  • Ist die Systemperformance nach dem Upgrade akzeptabel?
  • Gibt es Probleme mit Browser-Erweiterungen, Add-Ins oder Makros?

Die Pilotphase sollte mindestens sieben bis vierzehn Tage dauern – ausreichend lang, um auch Probleme zu erkennen, die sich erst nach dem ersten regulären Arbeitstag zeigen. Tritt in dieser Phase ein schwerwiegendes Problem auf, wird der Rollout gestoppt, das Problem analysiert und behoben, bevor die nächste Welle beginnt.

Hypothetisches Beispiel zur Verdeutlichung: Ein Ingenieurbüro mit 25 Mitarbeitern wählt vier Geräte für die Pilotphase – einen Mitarbeiter aus dem Vertrieb, eine Person aus der Buchhaltung, einen Techniker und die IT-Verantwortliche selbst. Nach zehn Tagen zeigt sich, dass das interne CAD-Plug-in eine veraltete Bibliothek nutzt, die unter Windows 11 nicht mehr geladen wird. Das Problem wird dem Softwarehersteller gemeldet, ein Patch eingespielt und erst dann mit der zweiten Welle begonnen. Ohne Pilotphase wäre dieses Problem an 25 Geräten gleichzeitig aufgetreten.


Phase 3: Wartungsfenster planen

Ein Wartungsfenster ist der definierte Zeitraum, in dem das Upgrade durchgeführt wird – außerhalb des regulären Betriebs, mit informierten Mitarbeitern und bereitstehendem Support.

Für die meisten KMU bedeutet das: Upgrade-Aktivierung in den Abendstunden oder am Wochenende, sodass die Geräte über Nacht upgraden und am nächsten Morgen einsatzbereit sind. Abends kurz vor Ende des Arbeitstages zu beginnen, gibt der IT-Abteilung eine kurze Zeitspanne, um sicherzustellen, dass das Update anläuft.

Was gehört zur Vorbereitung eines Wartungsfensters?

  • Mitarbeiter rechtzeitig informieren, dass ihr Gerät in der nächsten Nacht upgradet und am Morgen ein kurzer Testlauf sinnvoll ist.
  • Sicherstellen, dass Geräte eingeschaltet, mit Strom versorgt und mit dem Netzwerk verbunden bleiben.
  • IT-Ressourcen einplanen: Wer ist am nächsten Morgen erreichbar, falls Mitarbeiter Probleme melden?
  • Backup vor dem Upgrade: Gerätespezifische Datensicherung oder zumindest Sicherstellung, dass Nutzerdaten in der Cloud oder auf einem Netzlaufwerk gesichert sind – nicht nur lokal auf dem Gerät.

Die Wartungsfenster werden für jede Upgrade-Welle separat geplant. Bei 60 Geräten und drei Wellen bedeutet das drei Wartungsfenster – gestreckt über mehrere Wochen. Das ist kein unnötiger Aufwand, sondern die Grundlage dafür, dass Probleme lokalisiert und behoben werden können, bevor sie sich auf den gesamten Bestand ausbreiten.


Phase 4: Gestaffelte Verteilung – Wellen statt Flut

Die gestaffelte Verteilung ist das Kernprinzip eines kontrollierten Rollouts. Statt alle Geräte gleichzeitig zu upgraden, werden sie in Gruppen aufgeteilt – in der Regel nach Kritikalität und Abteilung.

Eine typische Staffelung könnte so aussehen:

WelleZielgruppeEmpfohlene Wartezeit nach vorheriger Welle
PilotgruppeTechnikaffine Mitarbeiter, nicht-kritische Rollen–
Welle 1Büroarbeitsplätze ohne spezialisierte Software1–2 Wochen nach Pilot
Welle 2Fachabteilungen mit Branchenanwendungen1–2 Wochen nach Welle 1
Welle 3Kritische Arbeitsplätze, Produktionsrechner1–2 Wochen nach Welle 2

Die Verteilung selbst erfolgt über verwaltete Update-Mechanismen – die konkrete Methode hängt von der genutzten Infrastruktur ab. Unternehmensumgebungen mit Microsoft 365 und entsprechenden Verwaltungswerkzeugen erlauben eine zentrale Steuerung, welche Geräte wann ein Update erhalten. Entscheidend ist dabei nicht das Werkzeug, sondern das Prinzip: Die IT hat die Kontrolle über Zeitpunkt und Reihenfolge – und Windows updatet nicht selbsttätig nach Microsofts Zeitplan, sondern nach dem des Unternehmens.


Phase 5: Rückfallplan – nicht optional

Der Rückfallplan ist das Element, das in der Praxis am häufigsten fehlt. Er beantwortet eine einzige Frage: Was passiert, wenn nach einem Upgrade-Fehler ein Gerät oder eine Gruppe von Geräten nicht mehr wie erwartet funktioniert?

Mögliche Rückfallszenarien und ihre Voraussetzungen:

Ein Windows-Upgrade lässt sich innerhalb eines definierten Zeitfensters nach der Installation zurücksetzen – direkt über Windows-Einstellungen. Dieses Zeitfenster ist begrenzt und gilt nicht unbegrenzt. Wer das als Rückfalloption nutzen will, muss wissen, wann dieses Fenster abläuft, und sicherstellen, dass der Rollback tatsächlich funktioniert, bevor das Gerät produktiv eingesetzt wird.

Für Umgebungen, in denen ein einfacher Rollback nicht ausreicht, kommt der Einsatz von Systemabbildern (Images) in Frage: Vor dem Upgrade wird ein vollständiges Abbild des Systemzustands erstellt. Im Fehlerfall wird das Gerät aus diesem Abbild wiederhergestellt – unabhängig davon, wie schwerwiegend das Problem ist.

Was der Rückfallplan enthalten muss:

  • Welche Methode wird je Gerätekategorie genutzt?
  • Wer entscheidet, wann ein Rollback ausgelöst wird?
  • Wie lange dauert die Wiederherstellung, und wer führt sie durch?
  • Gibt es einen Ersatzarbeitsplatz für die Übergangszeit?

Ohne diese Antworten ist der Rückfallplan kein Plan – sondern nur die Hoffnung, dass nichts schiefgeht.


Rollout-Kommunikation: Die unterschätzte Komponente

Ein technisch perfekter Rollout kann an schlechter Kommunikation scheitern. Mitarbeiter, die nicht wissen, dass ihr Gerät in der Nacht upgradet, schalten es abends aus. Andere melden Probleme nicht, weil sie nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen.

Zur Rollout-Kommunikation gehören:

  • Vorab-Information (mindestens 48 Stunden vor dem Upgrade): Welches Gerät wird wann upgradet, was soll der Mitarbeiter tun (Gerät eingeschaltet lassen, Daten speichern), und wer ist der Ansprechpartner bei Problemen?
  • Morgen-nach-Check: Ein kurzer Hinweis, was Mitarbeiter nach dem Upgrade tun sollen – wichtigste Anwendungen starten, Drucker prüfen, Probleme sofort melden.
  • Eskalationsweg: Wer nimmt Fehler entgegen, und innerhalb welcher Zeit reagiert die IT?

Bei größeren Rollouts empfehlen sich kurze schriftliche Anleitungen für die häufigsten Fragen – zum Beispiel: „Was tue ich, wenn nach dem Update mein Drucker nicht funktioniert?"


Wann die interne IT an ihre Grenzen stößt

Die ehrliche Antwort auf „Das macht unsere IT nebenbei": Es funktioniert bei einfachen Umgebungen mit wenigen Geräten und einheitlicher Software manchmal – aber das Risiko steigt mit der Komplexität. Sobald Fachanwendungen, verschiedene Gerätegenerationen, spezialisierte Peripheriegeräte oder kritische Produktionsumgebungen im Spiel sind, braucht ein geordneter Rollout mehr als einen freien Nachmittag.

Die Voraussetzungen, die eine interne IT für einen kontrollierten Rollout benötigt:

  • Vollständiges, aktuelles Geräteinventar
  • Testumgebung oder Pilotgeräte, die isoliert upgradet werden können
  • Verwaltetes Update-System mit Kontrolle über Zeitpunkt und Zielgruppe
  • Backup-Strategie und Image-Lösung für den Rückfallfall
  • Kapazität für die Begleitung der Wartungsfenster und den Support danach

Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist externer Support keine Schwäche – sondern schlicht die risikoärmere Entscheidung.

Wer sich unsicher ist, wie der eigene Stand aussieht, findet mit dem IT-Sicherheits-Check einen ersten Anhaltspunkt: Wie gut ist Ihre IT-Infrastruktur aufgestellt – auch abseits des Upgrade-Termins?


Was SW Business Solutions konkret übernimmt

SW Business Solutions plant und begleitet Windows-11-Rollouts für KMU im Mittelstand – mit einer klaren Struktur: Bestandsaufnahme und Hardware-Prüfung, Definition der Pilotgruppe, Planung der Wartungsfenster, gestaffelte Verteilung über verwaltete Update-Mechanismen und ein dokumentierter Rückfallplan je Gerätekategorie.

Das bedeutet nicht, dass jedes Unternehmen dafür externe Unterstützung braucht. Wer eine gut aufgestellte interne IT, ein aktuelles Inventar und eine funktionierende Testumgebung hat, kann den Rollout intern abwickeln – mit diesem Artikel als Leitfaden.

Wer hingegen ohne Pilotphase, ohne verwaltete Verteilung und ohne Rückfallplan ans Upgrade herangeht, riskiert genau die Situation, mit der dieser Artikel begann: ein Montagmorgen, auf dem ein Teil der Belegschaft nicht arbeiten kann.

Über unsere IT-Systembetreuung und Managed IT-Services für den Mittelstand begleiten wir Rollouts von der Bestandsaufnahme bis zur Nachbetreuung – mit klaren Verantwortlichkeiten und einer Rollout-Dokumentation, die intern nachvollziehbar bleibt.


Was nach dem Rollout zu tun ist

Der Rollout endet nicht mit dem letzten Upgrade. Einige Punkte verdienen nach Abschluss aller Wellen Aufmerksamkeit:

Inventar aktualisieren. Das Geräteinventar sollte nach dem Rollout den neuen Zustand dokumentieren: welche Version auf welchem Gerät läuft, wann upgradet wurde, und welche Ausnahmen es gibt.

Support-Ende im Blick behalten. Die aktuell unterstützten Versionen haben Enddaten zwischen 2027 und 2029. Das nächste Upgrade-Projekt beginnt idealerweise nicht erst, wenn das Datum näher rückt, sondern ist bereits heute Teil der IT-Roadmap.

Ausnahmen dokumentieren. Manche Geräte können aus technischen oder geschäftlichen Gründen nicht upgradet werden – zum Beispiel weil eine kritische Anwendung noch nicht kompatibel ist. Diese Ausnahmen müssen dokumentiert und mit einer klaren Frist versehen sein. Ein Gerät ohne aktuelle Sicherheitsupdates, das dauerhaft im Netzwerk bleibt, ist ein Risiko, das bewusst entschieden und nicht einfach vergessen werden sollte.

Rollout-Dokumentation sichern. Was hat gut funktioniert? Wo gab es Probleme? Welche Lösungen haben geholfen? Diese Informationen machen den nächsten Rollout einfacher – und sind auch für externe Prüfungen oder Zertifizierungen relevant.


Der nächste Schritt

Wer den Windows-11-Rollout im Unternehmen planen möchte, bevor der Termindruck steigt, sollte jetzt mit der Bestandsaufnahme beginnen – nicht nach dem 10. November 2026.

Sprechen Sie uns an: SW Business Solutions plant und begleitet Ihren Windows-11-Rollout mit Pilotphase, Wartungsfenster und Rückfallplan – zugeschnitten auf die Größe und Komplexität Ihres Betriebs. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch, und wir klären gemeinsam, was Ihr Upgrade-Projekt braucht.

Windows 11
Rollout-Planung
IT-Management
Mittelstand
IT-Sicherheit
Managed Services

Häufige Fragen

Bis wann muss ich Windows 11 Version 23H2 (Enterprise/Education) upgraden?
Die Enterprise- und Education-Editionen von Windows 11 Version 23H2 erhalten laut Microsoft-Release-Health-Seite ab dem 10. November 2026 keine monatlichen Sicherheitsupdates mehr. Der November-Patchday 2026 ist das letzte reguläre Update. Danach sollten betroffene Geräte auf eine weiterhin unterstützte Version (z. B. 24H2, 25H2 oder 26H2) umgestellt sein.
Welche Windows-11-Versionen werden nach dem 10.11.2026 noch unterstützt?
Für Enterprise- und Education-Editionen sind laut Microsoft-Lifecycle-Seite aktuell folgende Versionen weiterhin im Support: Version 24H2 bis 13.10.2027, Version 25H2 bis 11.10.2028, Version 26H1 bis 14.03.2029 und Version 26H2 (auch 'Windows 11 2026 Update') bis 09.10.2029.
Was ist eine Pilotgruppe beim Windows-Rollout, und wie groß sollte sie sein?
Die Pilotgruppe ist eine kleine Auswahl von Geräten, die als erste upgradet werden – bevor der Rest des Bestandes folgt. Sie sollte unterschiedliche Rollen, Gerätegenerationen und Anwendungsprofile abdecken. In der Praxis bewähren sich 5 bis 15 Prozent des Gesamtbestandes; bei kleinen Unternehmen reichen oft 2 bis 5 Geräte. Produktionskritische Arbeitsplätze gehören nicht in die Pilotgruppe.
Was versteht man unter einem Wartungsfenster beim Windows-Upgrade?
Ein Wartungsfenster ist ein definierter Zeitraum – meist abends oder am Wochenende –, in dem das Upgrade durchgeführt wird, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Mitarbeiter werden vorab informiert, Geräte bleiben eingeschaltet und vernetzt, und die IT steht am folgenden Arbeitstag für Rückfragen bereit.
Wie lange sollte die Pilotphase dauern?
Die Pilotphase sollte mindestens sieben bis vierzehn Tage dauern. Dieser Zeitraum ist notwendig, um auch Probleme zu erkennen, die sich erst nach dem ersten oder zweiten regulären Arbeitstag zeigen – etwa bei bestimmten Anwendungsszenarien, Druckerjobs oder Netzwerkverbindungen, die nicht täglich genutzt werden.
Was muss ein Rückfallplan beim Windows-11-Rollout enthalten?
Ein Rückfallplan legt fest, wie im Fehlerfall vorgegangen wird. Er benennt die Methode (z. B. Windows-interner Rollback oder Wiederherstellung aus einem System-Image), wer die Entscheidung zum Rollback trifft, wie lange die Wiederherstellung dauert, wer sie durchführt und ob es einen Ersatzarbeitsplatz für die Übergangszeit gibt.
Kann Windows 11 nach dem Upgrade wieder zurückgesetzt werden?
Ja, Windows bietet innerhalb eines begrenzten Zeitfensters nach der Installation die Möglichkeit, zur vorherigen Version zurückzukehren – direkt über die Einstellungen. Dieses Fenster ist zeitlich begrenzt. Wer längerfristig eine Rückfallmöglichkeit sicherstellen möchte, sollte vor dem Upgrade ein vollständiges System-Image erstellen.
Warum sollte das Upgrade nicht auf allen Geräten gleichzeitig durchgeführt werden?
Ein gleichzeitiges Upgrade aller Geräte verhindert, dass Probleme frühzeitig erkannt werden, bevor sie sich auf den gesamten Bestand ausbreiten. Außerdem können gleichzeitige Update-Downloads das interne Netzwerk stark belasten. Die gestaffelte Verteilung in Wellen gibt der IT-Abteilung Kontrolle über Tempo und Umfang des Rollouts.
Muss ich für den Windows-11-Rollout externe Unterstützung einplanen?
Das hängt von der Komplexität der IT-Umgebung ab. Wer ein vollständiges Geräteinventar, eine funktionierende Testumgebung und ein verwaltetes Update-System hat, kann den Rollout intern durchführen. Sobald spezialisierte Fachanwendungen, verschiedene Gerätegenerationen oder kritische Produktionsumgebungen im Spiel sind, ist externe Unterstützung die risikoärmere Wahl.
Gilt das Support-Ende am 10.11.2026 auch für Windows 11 Home und Pro?
Nein. Die Home- und Pro-Editionen von Windows 11 Version 23H2 haben ihr Support-Ende bereits am 11. November 2025 erreicht. Der Termin 10.11.2026 betrifft ausschließlich die Enterprise-, Education- und Enterprise-Multi-Session-Editionen.

Artikel teilen

LinkedInWhatsApp